Das Volkstheater Wien bringt ein frisches Stück auf die Bühne, das die Gemüter bewegen wird: Am Freitag, dem 15. Mai, um 19.30 Uhr, wird im Veranstaltungszentrum der VHS Brigittenau, Raffaelgasse 11/13, die Uraufführung von „Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2“ gefeiert. Diese Produktion ist eine Zusammenarbeit zwischen dem Volkstheater Wien und den Wiener Festwochen und verspricht, die Zuschauer durch eine spannende Verbindung von klassischer Musik und der Frage nach Macht und Tod zu fesseln.

Das Stück, das auf Bezirkstournee bis zum 20. Juni an verschiedenen Bühnen in Wien unterwegs ist, hat Frédéric Chopins „Marche funèbre“ als Ausgangspunkt. Dieser Trauermarsch hat in der Vergangenheit bei den Beerdigungen von politischen Größen wie Margaret Thatcher und Hassan Nasrallah über die Lautsprecher erschallt – ein faszinierender, fast gespenstischer Zusammenhang. Chopins Musik wird in solchen Momenten nicht nur gehört, sondern auch instrumentalisiert, und genau das thematisieren die Regisseure Lina Majdalanie und Rabih Mroué in ihrem Stück.

Die Künstler und ihre Vision

Majdalanie und Mroué, die aus Beirut stammen und derzeit in Berlin leben, bringen ihren scharfen Humor und eine analytische Schärfe auf die Bühne. Sie ergründen das Zusammenspiel von Macht, Tod und Musik mit einer Art von Witz, die den Zuschauern sowohl zum Nachdenken als auch zum Schmunzeln bringen könnte. In der Besetzung sind unter anderem Augustin Groz und Claudia Kottal zu sehen, die beiden werden sicherlich ihr Bestes geben, um die emotionalen Nuancen des Stücks zu transportieren.

Die Dramaturgie liegt in den Händen von Julia Engelmayer, während Julia Pacher die Produktionsleitung in den Bezirken übernommen hat. Die Ticketpreise sind mit 15 bis 29 Euro recht erschwinglich, und wer sich spontan entscheiden möchte, kann das Kartenservice des Volkstheaters unter 1 52 111-400 kontaktieren oder direkt online über www.volkstheater.at buchen.

Ein Stück mit Geschichte

Die Verbindung zur klassischen Musik ist bei diesem Stück mehr als nur ein Gimmick. Chopin, geboren am 1. März 1810 in Żelazowa Wola, verbrachte seine Jugend größtenteils in Warschau. Er erhielt dort seine musikalische Ausbildung und reiste später nach Wien, wo er wichtige künstlerische Erfolge feierte. Die Tragik seines Lebens ist nicht nur in seinen Kompositionen, sondern auch in der Tatsache zu finden, dass er nach dem Novemberaufstand in Polen 1830 nie mehr in seine Heimat zurückkehren konnte. Er starb am 17. Oktober 1849 in Paris – ein Leben geprägt von Schmerz und der Sehnsucht nach seiner Heimat.

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„Das tragische Schicksal der Sonate Nr. 2“ wird nicht nur die Zuschauer in Wien bewegen, sondern auch darüber hinaus. Es ist Teil eines festlichen Rituals in der Freien Republik Wien, das Volks­theater auf höchstem Niveau bieten will. Nach weiteren spannenden Produktionen wie „Die Rechnung“ von Tim Etchells und „Ein gefräßiger Schatten“ von Mariano Pensotti wird dieses Stück sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen!