Pop-up von McDonald’s in Döbling sorgt für Aufregung unter Anwohnern
In Döbling, einem charmanten Stadtteil von Wien, gibt es gerade viel Aufregung rund um das neue Pop-up von McDonald’s. Am Donnerstag, den 23. Juli, wird um 6 Uhr der Vorhang für das temporäre Restaurant in der Barawitzkagasse 36 gehoben. Grund für den Umzug ist ein Umbau des ursprünglichen Lokals an der Heiligenstädter Straße 68, der bis Ende des Jahres dauern soll. Franchisenehmer Patrick Köck hat betont, dass diese Maßnahme notwendig ist, um die 75 Mitarbeitenden in Lohn und Brot zu halten. Das klingt nach einer soliden Geschäftsidee, doch die Anwohner sind alles andere als begeistert.
Besonders die Bürgerinitiative „silent.night.heiligenstadt“ hat Bedenken geäußert und befürchtet Lärmbelästigung durch das neue Pop-up. Man kann sich vorstellen, dass das Brutzeln von Pommes und das Klappern von Burgerboxen in der ruhigen Wohngegend nicht gerade für ein entspanntes Nachmittagsgefühl sorgen. Köck hat zwar eine spezielle Lärmisolierung in Aussicht gestellt, doch die wenigen Parkplätze sorgen zusätzlich für Unmut. Ein Parkverbot von 30 Minuten ab 20 Uhr soll zwar längeres Verweilen verhindern, doch die Initiative fordert eine Reduzierung der Öffnungszeiten bis 0 Uhr – eine Bitte, die Köck entschieden ablehnt.
Ein Konflikt, der bleibt
Die Stimmung ist angespannt. Über 250 Anwohner haben sich gegen das Pop-up ausgesprochen und die Enttäuschung über den Umgang mit ihren Anliegen ist deutlich spürbar. Bezirkschef Daniel Resch von der ÖVP hat erklärt, dass bislang keine Einwände gegen die Baubewilligung erhoben wurden, was bei den Anwohnern für Unverständnis sorgt. Es wird sogar von kritischen Gesprächen mit der BP-Tankstelle berichtet, die nicht gesprächsbereit sei. Sowohl Köck als auch die Initiative klagen über fehlende Dialogbereitschaft.
Die Polizei hat zwar regelmäßige Kontrollen angekündigt, aber die Sorgen um Lärmbelästigung bleiben bestehen. Forderungen nach einem Lärmblitzer wurden laut, doch Resch hat klargestellt, dass solche Geräte in Wien nicht im Einsatz sind. Also bleibt der Lärm ein ungelöstes Problem und die Frage, wie lange die Nachbarn noch durchhalten werden, während sie den Geräuschen der Fastfood-Kette lauschen müssen.
Ein Blick in die Zukunft
Wie wird es weitergehen? Der Umbau des ursprünglichen McDonald’s wird mit Spannung erwartet. Die Wiedereröffnung auf zwei Ebenen könnte vielleicht eine Verbesserung bringen, aber ob das die Sorgen der Anwohner besänftigen wird, bleibt abzuwarten. Die Frage der Lärmminderung wird die Diskussion sicherlich noch eine Weile begleiten. Ein Restaurant, das nicht nur für seine Speisen, sondern auch für seine Geräuschkulisse bekannt wird – das ist nicht gerade das Bild, das man von einem beliebten Fastfood-Lokal erwartet.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die Situation entwickeln wird. Ein Dialog zwischen den Anwohnern und dem Franchise-Betreiber könnte vielleicht helfen, die Wogen zu glätten – oder vielleicht wird der Konflikt weiterhin die Gemüter erhitzen. Eines ist sicher: Die Döblinger werden noch einige Zeit über das Pop-up von McDonald’s diskutieren. Wer hätte gedacht, dass ein Fastfood-Restaurant so viel Aufregung auslösen kann?
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