In Wien-Döbling hat die Raiffeisen-Gruppe kürzlich eine bedeutende Erweiterung ihres Immobilienbestands vollzogen. Mit dem Erwerb des Business Centers Muthgasse von Deka Immobilien wird die Landschaft des Büroimmobilienmarktes in der Hauptstadt erneut belebt. Mit einer Gesamtfläche von rund 23.000 Quadratmetern, davon etwa 21.000 Quadratmeter Bürofläche, und einer Tiefgarage, die 228 Stellplätze bietet, scheint das Objekt perfekt für die Bedürfnisse der Raiffeisen-Gruppe zugeschnitten.

Die Adresse des Bürokomplexes ist in der Mooslackengasse 22 bis 25 sowie an der Nußdorfer Lände 23 zu finden. Bereits seit 2002 stand das Gebäude im Portfolio von Deka Immobilien, und nun wird es Teil einer der größten privaten Beteiligungsgesellschaften Österreichs. Der Kaufpreis wurde zwar nicht veröffentlicht, aber die Bedeutung dieser Transaktion wird von Raiffeisen-Vertretern wie Peter Weinberger und Julian Schramek als wichtiger Schritt für die Portfolioentwicklung hervorgehoben.

Ein starker Standort mit Entwicklungsperspektive

Der Standort selbst hat viel Potenzial. Laut Manuel Bugl von CBRE, der die Transaktion begleitete, zeigt der österreichische Immobilien-Investmentmarkt eine zunehmende Aktivität. Interessanterweise wird um den ehemaligen APA-Tower ein neues Stadtquartier entwickelt, was die Attraktivität der Umgebung weiter steigern dürfte. Hier wird nicht nur an bestehenden Büroflächen gearbeitet, sondern auch an neuen Arbeitsplatz-Wohnvierteln, die südlich der Gunoldstraße entstehen sollen.

Die Mieter des Business Centers sind überwiegend Unternehmen aus dem Raiffeisen-Verbund, darunter die Raiffeisen Service Center GmbH und die Raiffeisenbank International. Der größte externe Mieter ist die Creditreform Wirtschaftsauskunftei Kubicki KG. Das Gebäude hat zudem die BREEAM-Zertifizierung erhalten und wurde vom TÜV Süd mit „Excellent“ ausgezeichnet, was auf eine hohe Energieeffizienz und ein angenehmes Arbeitsumfeld hinweist.

Ein Blick auf den Wiener Immobilienmarkt

Die jüngsten Entwicklungen im Immobilienmarkt zeigen, dass Wien sich nach einer Phase der Schwäche erholt. Matthias Reith von Raiffeisen Research spricht von 2025 als dem Jahr der Trendwende. Aktuelle Medienberichte weisen darauf hin, dass der Markt Bewegung zeigt, mit Großübernahmen und Neubauprojekten, insbesondere im Büro- und Gewerbeimmobiliensektor. So verbilligten sich gebrauchte Wohnungen in Wien zwischen Ende 2022 und Ende 2024 um bis zu 7,3%. Das bedeutet, dass für viele Wiener die Suche nach einer neuen Wohnung vielleicht etwas weniger schmerzhaft wird.

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Die Nachfrage bleibt jedoch hoch, während das Angebot an Wohnraum zu gering ist. Bis 2035 wird ein Anstieg der Bevölkerung in Wien um knapp 150.000 Menschen prognostiziert. Um diesem wachsenden Bedarf gerecht zu werden, sind jährliche Neubauleistungen von mindestens 10.000 Wohnungen erforderlich. Der Wohnraummangel könnte somit erst ab 2028 abgebaut werden, was die Schlagzeilen über steigende Grundstückspreise und eine hohe Nachfrage nach Immobilien weiter anheizt.