In der Donaustadt, einem lebendigen Teil Wiens, hat sich am 29. Mai ein besorgniserregender Vorfall ereignet. Ein neunjähriges Mädchen wurde auf der Papstwiese von einem unbekannten Mann angegriffen. Dieser packte das Kind am Nacken und hielt es fest. Zum Glück bemerkte ein Passant die Situation und der Tatverdächtige ergriff die Flucht, bevor er gefasst werden konnte. Das Mädchen konnte den Mann als älter, schlank und groß (zwischen 180 und 190 cm) mit braunen, kurzen Haaren beschreiben. Trotz sofortiger Maßnahmen der Polizei blieb der Mann unauffindbar.

Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art. Bereits am 2. April wurde ein fünfjähriges Mädchen am Kinderspielplatz von einem Unbekannten angesprochen. Der Mann hatte das Kind verbal aufgefordert, mit ihm zu kommen, was das Mädchen jedoch ablehnte und schnell zu seinen Betreuern lief. Auch hier konnte der Täter entkommen. Die Polizei hat den Streifendienst in der Gegend verstärkt und das Landeskriminalamt Wien, Außenstelle Nord, eingeschaltet. Es wurden nicht nur offensichtliche, sondern auch nicht sichtbare Maßnahmen ergriffen, um die Sicherheit der Kinder zu erhöhen.

Erhöhte Sicherheitsvorkehrungen

Die Polizei hat ihre Präsenz in der Umgebung des Donauturms erhöht, um den Anwohnern ein Gefühl von Sicherheit zu geben. Schulen und pädagogische Einrichtungen in der Umgebung wurden sensibilisiert und sogar eine betroffene Schule hat alle Parkausflüge vorerst abgesagt. Das ist verständlich, wenn man bedenkt, dass in so kurzer Zeit zwei ähnliche Vorfälle passiert sind. Die lokale Grätzlpolizei arbeitet eng mit den Einrichtungen und Gastronomiebetrieben zusammen, um die Öffentlichkeit über die Vorfälle zu informieren und präventive Maßnahmen zu ergreifen.

Es gibt derzeit keine weiteren Berichte über versuchte Kindesentführungen, was vielleicht ein kleiner Lichtblick in dieser besorgniserregenden Situation ist. Dennoch bleibt die Anspannung in der Luft, da solche Vorfälle in der Nachbarschaft das Sicherheitsgefühl der Eltern erheblich beeinträchtigen können. Die besorgte Gemeinschaft verfolgt die Entwicklungen genau, während die Polizei alles daran setzt, den verdächtigen Mann zu identifizieren und zu fassen. Man kann nur hoffen, dass solche Vorfälle in Zukunft der Vergangenheit angehören und dass die Kinder in Wien unbesorgt spielen können.