Am 17. Mai 2026, in Wien-Favoriten, hat der LASK Geschichte geschrieben. Mit einem beeindruckenden 3:0-Sieg gegen die Wiener Austria sicherte sich das Team die erste österreichische Meisterschaft seit 1965. Das Stadion war erfüllt von Jubel, während die Fans ihren Verein feierten. Es war ein Moment voller Emotionen, der in die Geschichtsbücher eingehen wird.
Die Tore für den LASK erzielten Xavier Mbuyamba in der 38. Minute, Samuel Adeniran in der 49. Minute und Melayro Bogardo in der 76. Minute. Mit diesem Sieg setzte sich der LASK mit zwei Punkten Vorsprung vor dem Vizemeister Sturm Graz ab, der sich mit einem 2:0-Sieg gegen Rapid begnügen musste. Rapid, nun auf dem fünften Platz, muss sich im Europacup-Play-off beweisen. Salzburg erlebte indes eine schmerzhafte 1:3-Niederlage gegen Hartberg und wurde Dritter. Die Wiener Austria, die mit einer soliden Leistung aufwartete, beendete die Saison auf dem vierten Platz und qualifizierte sich somit für internationale Wettbewerbe.
Ein historischer Triumph
Einige Wochen zuvor, am 1. Mai, hatte der LASK bereits den Cup gewonnen, was das zweite Double in der Vereinsgeschichte darstellt. LASK-Kapitän Sascha Horvath erhielt um 16:46 Uhr den Meisterteller von Liga-Vorstand Christian Ebenbauer, während Bürgermeister Dietmar Prammer und Vizebürgermeisterin Karin Leitner dem Team gratulierten. „Wir sind stolz auf unsere Mannschaft“, sagte Trainer Dietmar Kühbauer, der seit Oktober 2025 das Ruder übernommen hat. Unter seiner Führung gab es nur zwei Niederlagen, was die Rückkehr zum Erfolg entscheidend prägt. Sportchef Dino Buric bezeichnete Kühbauers Rückkehr als Glücksgriff. Ein unbeschreibliches Gefühl, wie Stürmer Sasa Kalajdzic es beschrieb, war für die Spieler nach dem Sieg spürbar.
Im Gegensatz dazu verabschiedete sich Trainer Manfred Schmid von Hartberg mit einem Sieg, nachdem sein Team zuvor drei Niederlagen hinnehmen musste. Rapid-Spieler Yusuf Demir wurde in der 22. Minute ausgeschlossen, was den Druck auf das Team erhöhte. Der LASK hingegen spielte ruhig und konzentriert, was sich schließlich im Ergebnis widerspiegelte. Hartberg erzielte die Tore durch Marco Hoffmann, Fabian Wilfinger und Damjan Kovacevic, während Kerim Alajbegovic den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer für Salzburg erzielte. Es war eine bittere Pille für die Salzburger, die aus den letzten vier Partien nur einen Punkt holten und damit zehn Punkte hinter dem LASK zurückblieben.
Die Wurzeln des LASK
Die Wurzeln des LASK reichen bis ins Jahr 1899 zurück, als der Verein ursprünglich als Linzer-Athletik-Sportklub „Siegfried“ gegründet wurde. Der Fokus lag damals auf Schwerathletik, bevor 1908 die Fußballabteilung ins Leben gerufen wurde. 1919 wurde der Verein schließlich in „Linzer Athletik Sport Klub“ umbenannt. Seither hat der LASK eine bewegte Geschichte durchlebt, die mit Höhen und Tiefen gespickt ist. Die Meisterschaft von 1965 war der erste große Erfolg, gefolgt von zahlreichen weiteren Erfolgen, darunter der Einzug in die UEFA Europa League Gruppenphase und mehrere Meistertitel in der 1. Liga.
Die aktuellen Erfolge sind das Resultat harter Arbeit und einer klaren Vision. Die Fans, die mit einem Transparent und einer großen Party im Stadion in Linz feierten, sind ein wesentlicher Teil dieser Geschichte. Der LASK hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt und zeigt, dass er nicht nur in der heimischen Liga, sondern auch auf internationalem Parkett eine ernstzunehmende Rolle spielt. Dies ist ein historischer Moment, und die Freude über den Meistertitel wird noch lange nachhallen.