Heute ist der 27.05.2026 und in Wien-Favoriten gibt es echt große Probleme mit der Müllentsorgung in einem Gemeindebau. Die Bewohner berichten von chaotischen Zuständen, die nicht nur unangenehm, sondern auch gefährlich sind. Müll liegt nicht nur in den Containern, sondern verteilt am Boden – vom Plastikmüll bis hin zu kaputten Rollern. Eine Frau, die seit 1962 in der Siedlung lebt, hat sogar Fotos gemacht, um ihr Ekel zu dokumentieren. Es ist schon eine Zumutung, wenn man schon beim Blick aus dem Fenster von der Unordnung gestresst wird.
Besonders alarmierend sind die Berichte über Ratten, die in der Nähe des Entsorgungsplatzes gesichtet wurden. Wiener Wohnen, die zuständige Wohnbaugesellschaft, bestätigt die Probleme und gibt zu, dass sie nicht alle illegalen Müllablagerungen verhindern können. Es wurden zwar zusätzliche Reinigungsmaßnahmen eingeführt – besonders betroffene Bereiche werden seit März 2025 zwei Mal pro Woche gesäubert – aber das scheint nicht genug zu sein. Der Sperrmüll wird laufend entfernt, und die Containeranzahl sowie die Entleerungsfrequenz wurden überprüft. Doch trotz all dieser Bemühungen bleibt die Situation angespannt.
Rattenbekämpfung im Fokus
Die Sichtungen von Ratten machen die Sache noch komplizierter. Nach einer gemeldeten Sichtung wurden zwei Rattenlöcher verschlossen, allerdings wurde ein aktiver Befall ausgeschlossen. Die naturschutzrechtlichen Vorgaben, die die Anlage in einem Hamsterschutzgebiet betreffen, erschweren die Schädlingsbekämpfung zusätzlich. Die Rattenverordnung besagt, dass Liegenschaftseigentümerinnen verpflichtet sind, gegen Ratten vorzubeugen und sie zu bekämpfen. Regelmäßige Kontrollen durch zugelassene Unternehmen der Schädlingsbekämpfung sind nicht nur wünschenswert, sondern auch gesetzlich gefordert. Bei Rattenbefall müssen Köder ausgelegt werden, und die Eigentümerinnen müssen nachweisen, dass sie sich regelmäßig um die Kontrolle kümmern.
Es ist ein wahrer Teufelskreis: Ratten vermehren sich rasend schnell und können Krankheiten wie Tuberkulose, Typhus oder Salmonellose übertragen. Die Bewohner sind also nicht nur mit dem Müll, sondern auch mit der gesundheitlichen Gefahr konfrontiert. Ein wenig besorgniserregend ist auch die Tatsache, dass bei Gefahr im Verzug der Magistrat Sofortmaßnahmen anordnen kann, die dann von den Eigentümer*innen zu tragen sind. Hier wird schnell klar, dass es nicht nur um Sauberkeit, sondern auch um die Gesundheit der Menschen geht.
Gemeinsame Verantwortung
Wiener Wohnen appelliert an die Bewohner, durch korrekte Müllentsorgung und schnelle Beseitigung von Ablagerungen zur Verbesserung der Situation beizutragen. Es ist ein Aufruf zur Verantwortung, der nicht ignoriert werden sollte. Wenn jeder ein bisschen mehr aufpasst, könnte sich die Situation vielleicht verbessern. Aber das ist oft leichter gesagt als getan, besonders wenn man bedenkt, wie viele Menschen in einer solchen Anlage leben und was alles schiefgehen kann. Es bleibt abzuwarten, ob die Stadt und die Bewohner gemeinsam einen Weg finden, um das Müllchaos und die Rattenplage in den Griff zu bekommen. Der Weg ist lang, doch die Hoffnung stirbt zuletzt.
