Heute ist der 9.05.2026 und ich sitze hier in Wien-Favoriten, wo es eine spannende Entwicklung im Pflegebereich gibt. Elke Schmiderer, Geschäftsführerin des Hilfswerks Salzburg, hat ein neues Lehrangebot in der Pflege ins Leben gerufen. Diese Lehre zur Pflegeassistenz und Pflegefachassistenz richtet sich besonders an junge Menschen ohne Matura oder weiterführende Schule. Das Interesse an sozialen Berufen, vor allem im Pflegebereich, steigt rasant. Immer mehr Bewerber fragen sich: Wie sinnvoll ist meine Arbeit? Eine Frage, die im sozialen Sektor ganz leicht zu beantworten ist, denn hier zählt der Mensch.

Sigrid Pöcksteiner, die Recruiting-Leiterin der Caritas der Erzdiözese Wien, berichtet von einem Anstieg der Bewerbungen, insbesondere aus den Reihen der jungen Generation. Diese jungen Menschen suchen nicht nur einen Job, sondern wollen etwas Sinnvolles tun. In Krisenzeiten wird Arbeitsplatzsicherheit immer wichtiger, insbesondere im Hinblick auf die Entwicklungen durch Künstliche Intelligenz (KI). Pöcksteiner hebt hervor, dass soziale Berufe nicht von Robotern übernommen werden können – eine beruhigende Nachricht für alle, die in diesen Bereichen tätig sind.

Vielfalt und Flexibilität im sozialen Bereich

Josef Bakic, Studiengangsleiter für Soziale Arbeit an der Hochschule Campus Wien, sieht die große Vielfalt des sozialen Sektors als einen Hauptgrund für das gesteigerte Interesse an Studienplätzen. An der Hochschule in Wien-Favoriten gibt es beeindruckende 1.000 Interessenten für 120 Vollzeit- und 66 berufsbegleitende Studienplätze! Ein wahres Zeichen dafür, dass junge Menschen die Chancen im sozialen Sektor erkennen.

Die Flexibilität und Vielfalt der Tätigkeitsfelder, die von Justizanstalten bis hin zur psychiatrischen Begleitung und Schulsozialarbeit reichen, ziehen ebenfalls viele an. Das sind Möglichkeiten, die man in anderen Berufen oft nicht findet. Besonders Elke Schmiderer betont die Sinnsuche im Langzeitpflege- und Betreuungsbereich. Der Bedarf an Pflegekräften wird durch die demografische Entwicklung weiter steigen. Das ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance für viele.

Ausbildung und Zukunftsperspektiven

Schmiderer ist optimistisch, dass die Herausforderungen durch verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten bewältigt werden können. Die neue Ausbildung zur Pflegeassistenz in Salzburg könnte den regionalen Bedarf an Pflegekräften decken und somit die Notwendigkeit reduzieren, Fachkräfte aus dem Ausland zu rekrutieren. Das ist nicht nur gut für die lokale Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Die Sicherung von Pflege und Betreuung wird immer wichtiger, und jeder, der in diesem Bereich arbeitet, trägt dazu bei.

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Insgesamt zeigt sich, dass soziale Berufe nicht nur zukunftssicher sind, sondern auch eine tiefere Erfüllung bieten können. Junge Menschen, die auf der Suche nach einem sinnvollen Beruf sind, finden hier ein reichhaltiges und facettenreiches Feld, das nicht nur berufliche Stabilität, sondern auch die Möglichkeit bietet, das Leben anderer positiv zu beeinflussen. Ein Beruf mit Herz, der in unserer zunehmend technisierten Welt mehr denn je gefragt ist.