Alexander Pleyer wird zum „Hausbrauer des Jahres“ bei der Austrian Beer Challenge 2026 gekürt
In Hietzing, einem der charmantesten Stadtteile Wiens, hat ein ganz besonderer Mensch für Aufsehen gesorgt. Alexander Pleyer, 45 Jahre alt und hauptberuflich in der Versicherungsbranche tätig, wurde bei der Austrian Beer Challenge 2026 zum „Hausbrauer des Jahres“ gekürt. Seine Brauerei, die unter dem Namen „Voodoo Brew“ firmiert, hat gleich drei erste Plätze in verschiedenen Kategorien abgeräumt – eine beachtliche Leistung!
Die Siegerehrung fand am 12. Juni 2026 in der VHS Meidling in Wien statt, wo sich Brauer:innen, Hobbybrauende und Bierliebhaber:innen versammelten, um die besten Biere des Landes zu feiern. Pleyers Biere „Oh it’s a Pils!“, „Zeitlos Hell“ und „Ober St. Veiter Märzen“ haben dabei nicht nur die Jury, sondern auch die Biergenießer überzeugt und jeweils den ersten Platz in ihren Kategorien gewonnen. Der Erfolg seines „Ober St. Veiter Märzens“ hat für ihn eine ganz besondere Bedeutung: Es ist eine Hommage an seine Heimat.
Technische Präzision und Leidenschaft
Die Biere von Voodoo Brew werden vollständig in Hietzing entwickelt und gebraut. Pleyer legt großen Wert auf technische Genauigkeit und verwendet moderne Labortechnik sowie abgestimmte Wasseraufbereitung, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Sein Ziel ist es, Voodoo Brew als eigenständige Wiener Craft-Brauerei zu etablieren. Aktuell sucht er nach einem größeren Brauereistandort in Hietzing, da die Kapazitäten in seinem Keller bereits ausgeschöpft sind.
Die Austrian Beer Challenge ist nicht nur eine Plattform für Hobbybrauer, sondern auch eine ernstzunehmende Veranstaltung in der Bierwelt. In diesem Jahr wurde die Stieglbrauerei zu Salzburg als „Brauerei des Jahres 2026“ ausgezeichnet und erhielt mehrere Preise, darunter vier erste Plätze. Die Diskussionen über die besten Biere des Landes sind stets lebhaft, und der Wettbewerb ist ein Schmelztiegel für Kreativität und Tradition. Mit dem „Wildshut Bio Mystique“, das den Titel „Bier des Jahres 2026“ und den „Best of Show“-Preis gewann, zeigt sich, dass die österreichische Bierkultur lebendig und vielfältig ist.
Ein Blick auf die Brauwirtschaft
Die Brauwirtschaft in Österreich hat jedoch mit Herausforderungen zu kämpfen. Im Jahr 2025 verzeichnete der Gesamtausstoß 9,25 Millionen Hektoliter Bier, was einen Rückgang von 7,1 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Entwicklung wird auf demografische Veränderungen, ein verändertes Genussverhalten und wirtschaftliche Unsicherheiten zurückgeführt. Immer mehr Menschen interessieren sich für alkoholfreie Biere; im Jahr 2025 wurden fast 300.000 Hektoliter alkoholfreies Bier produziert. Gleichzeitig ist das Märzenbier nach wie vor das beliebteste Bier in Österreich, was 70 % der Produktionsmenge ausmacht.
Der Rückgang der Inlands- und Exportproduktion ist nicht zu übersehen. Auch in der Gastronomie bleibt der Fass- und Tankbierkonsum hinter den Erwartungen zurück. 55,3 % der Befragten geben an, seltener auszugehen – Gründe sind unter anderem ein bewussteres Ausgabenmanagement und Zeitmangel. Trotz all dieser Herausforderungen bleibt die Leidenschaft für Bier ungebrochen, und die kleinen Genussmomente werden in unsicheren Zeiten als wichtig erachtet. Die Einführung des Einweg-Pfandes auf Getränkedosen hat ebenfalls Auswirkungen auf die Branche gehabt, doch die Nachfrage nach Mehrweggebinden steigt.
Alexander Pleyer und seine Voodoo Brew zeigen, dass es auch in schwierigen Zeiten Möglichkeiten gibt, sich mit Leidenschaft und Innovation durchzusetzen. Mit seinem Streben, in Hietzing eine eigenständige Brauerei zu etablieren, bringt er nicht nur frisches Bier auf den Tisch, sondern trägt auch zur lokalen Bierkultur bei.
Für weitere Informationen über die Austrian Beer Challenge und die herausragenden Leistungen der Brauereien in Österreich, besuchen Sie bitte die meinbezirk.at oder die Beertasting-Seite.
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