In Wien-Hietzing tut sich was! Das Infrastrukturprojekt „Attraktivierung der Verbindungsbahn“ hat offiziell begonnen und verspricht, den öffentlichen Verkehr im Westen Wiens gehörig auf Vordermann zu bringen. Die Menschen hier dürfen sich auf neue Stationen, verbesserte Anbindungen und vor allem auf eine bessere Erreichbarkeit des Wiener Öffi-Netzes freuen. Über das Projekt sagt der stellvertretende Bezirksvorsteher Marcel Höckner (SPÖ), dass es ein entscheidender Schritt für die Mobilität im Bezirk sei. Und das ist nicht von der Hand zu weisen!
Im Endausbau werden in Hietzing drei neue Stationen entstehen, die die S80 an alle fünf U-Bahn-Linien im 15-Minuten-Takt anbinden. So wird der Weg zum nächsten U-Bahn-Eingang deutlich kürzer. Um den Anwohnern einen transparenten Einblick in den Fortschritt zu ermöglichen, wird eine Ombudsstelle eingerichtet, die laufend Informationen bereitstellt. Ein Infopoint in der Speisinger Straße dient als zentrale Anlaufstelle für Fragen und Anliegen der Anrainer. Das ist für viele ein wichtiger Schritt, um die Unsicherheiten während der Bauarbeiten zu minimieren.
Herausforderungen und Chancen
Natürlich gibt es auch Herausforderungen. Die Sperre der S80 bis Ende 2027 bleibt ein großes Thema. Die geplante Station an der Hietzinger Hauptstraße wird als Übergangslösung im Schienenersatzverkehr fungieren. Das bedeutet für viele eine Umstellung, aber auch eine Chance auf Verbesserung. Zudem wird erwartet, dass durch den geplanten Lärmschutz entlang der Strecke die Lebensqualität der Anwohner gesteigert wird.
Besonders wichtig ist den Verantwortlichen die Gestaltung der Flächen unter der Hochtrasse. Diese sollen nicht brachliegen, sondern als öffentlich zugängliche Bereiche gestaltet werden. Das Thema Grünraum ist ebenfalls ein großes Anliegen. Der Erhalt bestehender Bäume und die Schaffung zusätzlicher Grünflächen stehen ganz oben auf der Liste der Prioritäten. Das Projekt soll nicht nur den Verkehr erleichtern, sondern auch den öffentlichen Raum in Hietzing aufwerten.
Rechtsunsicherheit und Bürgerbeteiligung
Doch nicht alles verläuft nach Plan. Der ursprünglich für September 2025 geplante Baustart musste aufgrund eines Rechtsmittelverfahrens beim Bundesverwaltungsgericht verschoben werden. Seit 2022 wird auf eine Entscheidung gewartet, die am 22. Januar 2026 veröffentlicht werden soll. Die Bürgerinnen-Initiative hat bereits eine ordentliche Revision angekündigt, die die Umsetzung des Projekts möglicherweise verzögern könnte. Das zeigt, wie wichtig der Schutz der Anrainerinnen und des Naturraums für die Bewohner ist.
Die Verbesserung des öffentlichen Verkehrs und die Verdichtung der Intervalle bleiben jedoch zentrale Ziele. Dies ist nicht nur für Hietzing von Bedeutung, sondern für ganz Wien. Die Stadt investiert kräftig in den Ausbau und die Instandhaltung des öffentlichen Verkehrs. Projekte wie die Verlängerung der U2 zum Wienerberg oder der Um- und Neubau der U5 nach Hernals sind nur einige der Vorhaben, die in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.
Ein Blick in die Zukunft
Wien ist auf einem guten Weg, die Mobilität nachhaltig und modern zu gestalten. Der Ausbau des Radnetzes, die Einführung neuer Expressbuslinien und die Trennung des Straßenbahnverkehrs vom motorisierten Individualverkehr sind nur einige der Maßnahmen, die auf den Weg gebracht werden. Auch Sicherheitsmaßnahmen an Schlüsselstellen und die Verbesserung der Infrastruktur für Fußgänger:innen und Radfahrer:innen stehen im Fokus. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die Verkehrssituation in Hietzing entwickeln wird und welche positiven Veränderungen die kommenden Jahre mit sich bringen.