In der Wiener Klinik Landstraße wird derzeit ein dringendes Thema angepackt: Die Sekundär-Prävention nach einem Herzinfarkt. Vorstand Dr. Niessner betont den „großen Aufholbedarf“ in diesem Bereich, denn weniger als 20% der Betroffenen nehmen aktuell an einer Reha teil. Diese Rehabilitation ist jedoch entscheidend, um positive Veränderungen im Lebensstil zu integrieren und das Risiko für zukünftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu senken. Die Klinik bietet dafür eine spezielle Ambulanz für Höchstrisiko-Patienten an, sodass individuelle Behandlungsstrategien optimal umgesetzt werden können.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass eine Senkung des LDL-Cholesterins von 66 auf 56 mg/dl das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse um ein Drittel reduzieren kann. Dies ist besonders wichtig, da Herz-Kreislauf-Erkrankungen die häufigste Todesursache in der EU darstellen und auch in Wien jährlich 1.700 Herzinfarkte behandelt werden. Dank moderner medizinischer Fortschritte überleben 97 von 100 Patienten ihren Herzinfarkt, was auf die qualitativ hochwertige Versorgung in den fünf Kliniken des Wiener Gesundheitsverbundes zurückzuführen ist.

Wichtige Aspekte der kardiologischen Rehabilitation

Die kardiologische Rehabilitation muss von einem Arzt verordnet werden und ist für Menschen mit chronischen Erkrankungen des Herzens sowie nach akuten Ereignissen, wie einem Herzinfarkt, von großer Bedeutung. Patienten haben Anspruch auf diese Rehabilitation, um ihre Lebensqualität zu verbessern und die Risiken für zukünftige Krankheiten zu minimieren. Dies umfasst nicht nur die medizinische Behandlung, sondern auch die Anpassung an einen gesunden Lebensstil, der regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und den Verzicht auf Nikotin beinhaltet.

Ein häufiges Problem bei der Antragstellung für eine Reha sind instabile Gesundheitszustände, die eine klare medizinische Begründung erfordern. Hierbei ist es wichtig, dass Patienten oder deren Angehörige die Reha energisch einfordern und gegebenenfalls Widerspruch gegen Ablehnungen einlegen. Unterstützung erhalten sie dabei durch den Sozialdienst im Krankenhaus und ihren Hausarzt. Die Kosten für die Rehabilitation werden in der Regel von der zuständigen Krankenversicherung übernommen, private Versicherungen müssen jedoch vertraglich dafür einstehen.

Gesundheitsbewusstsein und Prävention

Gesundheitsbewusstes Verhalten ist entscheidend, um die Beeinflussbarkeit der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erhöhen. Zu den häufigsten Risikofaktoren gehören Hypertonie, Diabetes und ungesunde Lebensgewohnheiten wie Rauchen oder Bewegungsmangel. Hier bietet die moderne Medizin nicht nur therapeutische Möglichkeiten, sondern auch ein enormes Präventionspotential. Laut dem Robert Koch-Institut verursachen Herz-Kreislauf-Erkrankungen etwa 40 Prozent aller Sterbefälle in Deutschland, was die Dringlichkeit von Präventionsmaßnahmen unterstreicht.

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In diesem Kontext findet am Freitag und Samstag der Kongress „Kardiologie im Dialog“ in der Klinik Landstraße statt. Hier werden Themen wie Sekundär-Prävention, aktuelle kardiologische Behandlungsmethoden und neue therapeutische Möglichkeiten diskutiert. Es ist ein weiterer Schritt, um die Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln und den Patienten eine bessere Lebensqualität zu ermöglichen.

Die Themen, die auf diesem Kongress behandelt werden, sind von großer Bedeutung, da sie den Rahmen für die zukünftige Behandlung und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen abstecken. Die Kombination aus individueller Therapie und einer nachhaltigen Rehabilitation ist der Schlüssel, um die Lebensqualität der Patienten nach einem Herzinfarkt langfristig zu verbessern.