In Wien-Leopoldstadt gibt es aufregende Neuigkeiten, die die Kulturszene ordentlich aufmischen. Burghauptmann Reinhold Sahl hat die Generalsanierung des Atelier Augarten angekündigt, und das hat es in sich! Ursprünglich waren die Projektkosten mit 5 Millionen Euro veranschlagt, doch nun steigen sie auf satte 13 Millionen Euro. Der Grund für diese gewaltige Kostensteigerung ist eine umfassende Umplanung, die notwendig wurde, um das Projekt an die aktuellen Standards anzupassen. Die Burghauptmannschaft Österreich (BHÖ) hat die Budgetsituation entsprechend angepasst, um die benötigten Mittel für das Atelier freizugeben.

Die Sanierung wird nun nicht in mehreren Etappen durchgeführt, sondern der gesamte Komplex wird auf einmal saniert. Zu den umfangreichen Planungen gehört auch eine Umstellung der Gasenergieversorgung auf eine moderne Wärmepumpe. Außerdem wird die alte Fensterscheibe durch hochwertige Verbundverglasung ersetzt – das klingt nicht nur gut, sondern ist auch ein Schritt in Richtung Energieeffizienz. Auch im „Ambrosi-Trakt“ wird eine statische Umplanung unumgänglich. Die Küche im Gastro-Bereich wird selbst errichtet, um flexiblere Vertragslaufzeiten zu ermöglichen, während die Suche nach Pächtern bald beginnen soll. Die Wiedereröffnung ist für das Frühjahr 2028 geplant, mit dem Ziel, die Arbeiten bis Ende 2027 abzuschließen. Ein großer Fokus liegt auf flexibel nutzbaren Räumen für Veranstaltungen sowie auf einem zeitgemäßen Zentrum für Kunst, Kultur und Wissenschaften. Für weitere Informationen zu diesem spannenden Projekt, kann man hier nachlesen.

Umfassende Erneuerung

Die Generalsanierung geht über bloße kosmetische Veränderungen hinaus; es handelt sich um eine umfassende Erneuerung, die auch den Denkmalschutz mit moderner Infrastruktur und neuen Nutzungsmöglichkeiten verbindet. Das Atelier Augarten besteht aus mehreren Gebäudeteilen, darunter ein ehemaliges Museum, eine Wandelhalle, ein Gastronomiegebäude, ein Zwischenbau und ein Werkraum. Die Neuorganisation dieser Bereiche soll die funktionale Verbindung und die Erschließung verbessern.

Ein zentrales Element des Projekts ist die Umgestaltung des Zwischenbaus in ein Besucherfoyer. Dieses wird als Hauptankunftsbereich dienen und mit modernen Informations- und Empfangsbereichen sowie Sanitäranlagen ausgestattet sein. Auch die Wandelhalle selbst wird zu einem multifunktionalen Kultur- und Veranstaltungszentrum umgestaltet. Man kann sich schon jetzt vorstellen, wie hier Ausstellungen, Konferenzen und kulturelle Events stattfinden werden. Der Glasvorbau wird entfernt, um das ursprüngliche architektonische Erscheinungsbild der Fassade wiederherzustellen – eine schöne Geste für die historische Substanz. Die Gastronomieräume und die Küche werden ebenfalls modernisiert und angepasst, und die ehemalige Atelierwohnung wird zu einem zusätzlichen Gastraum umgebaut. Ein weiterer Pluspunkt: Aufenthalts- und Sozialräume für das Personal sowie Technikflächen für die Lüftungsanlage im Dachgeschoss werden geschaffen.

Ein neuer Kulturstandort

Das ehemalige Museum bleibt als Ausstellungsort erhalten, wird jedoch technisch und funktional modernisiert. Auch die Sanitärräume werden erneuert, und die gesamte Besucherführung wird optimiert. Der Hauptzugang erfolgt über die Säulenhalle, die im neuen Glanz erstrahlen wird. Die Sanierung der Zwischendecke im Museum ist aufgrund des schlechten Zustands unumgänglich. Das ehemalige Portierhaus wird zudem in einen barrierefreien Werk- und Bürobereich umgebaut, und der Außenbereich wird angepasst, um ebenfalls barrierefreie Zugänge zu gewährleisten.

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Die gesamte Haustechnik wird erneuert – inklusive neuer Lüftungsanlagen und energieeffizienter Wärme- und Kälteversorgung. Gastronomie, Wandelhalle und Museum erhalten mechanische Lüftungsanlagen, damit auch im hohen Sommer ein angenehmes Klima herrscht. All diese Maßnahmen sind in enger Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt geplant, um die architektonische Qualität zu wahren. Brandschutz- und Sicherheitsmaßnahmen werden ebenfalls aktualisiert, sodass die Besucher in einem sicheren Umfeld die kulturellen Angebote genießen können. Der Abschluss der Bauarbeiten ist für Ende 2027 angedacht.

Doch nicht nur im Atelier Augarten wird investiert. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat die Kulturbauten-Offensive des Bundes mit „KulturInvest“ ins Leben gerufen, die im kommenden Jahr mit 120 Millionen Euro zusätzlich unterstützt wird. Ziel ist es, nachhaltige Investitionen in kulturelle Einrichtungen und Kulturdenkmäler von nationaler Bedeutung zu fördern. Dazu gehören unter anderem die Instandsetzung von Museen und Schlössern sowie die Sanierung historischer Schiffe. Auch die Erhaltung von Erinnerungsorten und die Schaffung kultureller Begegnungsorte stehen auf der Agenda. Das Denkmalschutz-Sonderprogramm wird im kommenden Jahr fortgeführt, um unbewegliche Kulturdenkmäler und Orgeln bundesweit zu bewahren. Diese Mittel kommen vor allem kleinen und mittelständischen Bau- und Handwerksbetrieben in der Denkmalpflege zugute. Weitere Details zu diesem umfassenden Vorhaben findet man hier.

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