Heute ist der 8.06.2026 und an der Donaulände in Wien-Leopoldstadt brodelt es gewaltig. Im April sind zwei Schiffe gesunken, und das hat nicht nur für Aufregung unter den Anwohnern gesorgt, sondern auch für viel Aufsehen um den Kult-Kapitän Franz Scheriau und seine Schiffsammlung. Ja, der gute Franz, bekannt für seine Leidenschaft für die Schifffahrt, steht jetzt vor einer Menge Probleme.

Ein Sachverständiger untersucht derzeit den Zustand der gesunkenen Schiffe. Sein Ziel? Den Zustand und die Gründe für das Sinken zu klären – eine knifflige Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass Scheriau momentan keinen Pachtvertrag für seine Schiffe hat und de facto illegal an der Donaulände liegt. Das ist schon eine haarige Situation. Gespräche zwischen Hafen Wien und Scheriau’s Anwalt, Manfred Schiffner, laufen, aber eine Vertragsunterzeichnung scheitert bislang an der fehlenden Versicherung. In der Zwischenzeit wird Scheriau mit einer Rechnung über 30.000 Euro für die Bergung der gesunkenen Schiffe konfrontiert.

Die rechtlichen Herausforderungen

Die Lage wird noch komplizierter: Scheriau hat bereits drei Rechnungen erhalten – zwei von der Berufsfeuerwehr und eine vom Wiener Hafen. Sein Anwalt erklärt, dass Scheriau die Schulden nicht begleichen kann. Und man muss sagen, das klingt nicht gut. Der Verdacht auf schwere Sachbeschädigung erhärtet sich, denn zwei Personen haben in der Vergangenheit angedeutet, Schiffe versenken zu wollen. Das wirft natürlich Fragen auf und Anwalt Schiffner plant, Anzeige bei der Staatsanwaltschaft zu erstatten.

Ein Gutachten über den Zustand der Schiffe wird erstellt, das zur Klärung der vorliegenden Probleme beitragen soll. Der Sachverständige war bereits einmal vor Ort und ein zweiter Besuch steht noch aus. Ob die Schiffe jemals wieder flottgemacht werden können, ist mehr als fraglich. Ein bisschen wie ein Schachspiel – nur dass die Figuren unter Wasser stehen.

Ein Blick auf die Geschichte

Das Thema Schiffsunglücke ist nicht neu. Die Listen von Katastrophen der Schifffahrt dokumentieren schwerste Seeunfälle und Schiffskatastrophen in der Geschichte. Viele dieser Ereignisse sind witterungsbedingt oder resultieren aus technischen Problemen. Aber es gibt auch Versenkungen, oft durch Brandstiftung oder gezielte Abschüsse. Besonders im Krieg, wie im Zweiten Weltkrieg, wo Schiffe wie die Wilhelm Gustloff oder die Goya versenkt wurden. Das zeigt, dass der Begriff „Unfall“ nicht immer korrekt ist, da viele Vorfälle absichtlich herbeigeführt wurden.

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Die Definitionen für Seeunfälle sind klar: Ein sehr schwerer Seeunfall umfasst den Totalverlust des Schiffes, den Tod eines Menschen oder erhebliche Gewässerverschmutzung. Und dann gibt es noch die schwereren Unfälle, die nicht ganz so drastisch sind, aber dennoch erhebliche Folgen haben können. Diese Geschehnisse sind nicht nur Zahlen in einer Statistik, sie betreffen Menschen, Geschichten, und in diesem Fall auch einen Kult-Kapitän.

Ob die Schiffe von Franz Scheriau bald wieder an die Oberfläche kommen oder ob sie Teil der Geschichte werden, bleibt abzuwarten. Die Donaulände wird in den kommenden Wochen sicher noch für viel Gesprächsstoff sorgen. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald ein Happy End für den Kapitän und seine Schiffsammlung.