Im Herzen des Wiener Praters, einem der ältesten und bekanntesten Freizeitparks Österreichs, tut sich etwas Aufregendes. Anna Kleindienst-Jilly, die Geschäftsführerin von Lilis Welt, hat große Pläne: Bis zum Frühjahr 2027 soll eine neue Achterbahn das Familienangebot im Prater bereichern. Mit einer Strecke von 600 Metern wird sie speziell für Familien konzipiert sein und ist damit eine willkommene Ergänzung zu den bisherigen Attraktionen. Die Achterbahn wird nicht nur mit Elektromotoren betrieben, sondern auch die erste ihrer Art in Österreich sein, was sie zu einem echten Pionierprojekt macht. Der Strom soll dabei aus einer eigens installierten Photovoltaikanlage stammen – ein grüner Ansatz, der in der heutigen Zeit mehr denn je gefragt ist.
Kleindienst-Jilly, die den Praterbetrieb seit 2019 in dritter Generation leitet, möchte eine langlebige Attraktion schaffen. Ihr Ziel ist es, dass die Achterbahn mindestens 100 Jahre bestehen kann. Die Planung war alles andere als einfach: Zwischen den Bäumen im Prater eine geeignete Strecke zu finden und einen passenden Hersteller aus Deutschland auszuwählen, stellte eine große Herausforderung dar. Aber der Bau der Fundamente hat bereits begonnen, und die große Premiere ist für April 2027 nach Testfahrten angesetzt. Kinder ab einer Körpergröße von einem Meter dürfen mitfahren, und in einem Waggon finden bis zu zwölf Personen Platz. Fans von Achterbahnen dürfen gespannt sein, denn der Name der neuen Attraktion wird durch ein Gewinnspiel unter den Lesern bestimmt.
Der Wiener Prater: Ein historisches Juwel
Der Wiener Prater hat eine lange Geschichte. Ursprünglich ein kaiserliches Jagdgebiet, wurde er 1766 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und zieht seither jährlich rund drei Millionen Besucher an. Hier findet man nicht nur die neue Achterbahn, sondern auch das legendäre Riesenrad, die Wildalpenbahn und den Praterturm. Der Eintritt in den Prater ist frei, und die Attraktionen kosten zwischen 3 und 6 Euro. Das ist ein ganz anderes Konzept als in den großen amerikanischen Freizeitparks, und genau das macht den Charme des Praters aus. Es ist ein kleiner, feiner Park, der auch mal zum Verweilen einlädt, um einfach die Atmosphäre zu genießen.
Die erste Hochschaubahn im Wiener Prater wurde bereits 1909 eröffnet, eine Holzachterbahn, die sich über 1609,3 Meter erstreckte. Diese erste Bahn war ein echter Klassiker, wurde aber 1944 geschlossen. Die zweite Achterbahn, die 450 Meter lang war und eine Höhe von 15 Metern erreichte, hatte eine maximale Geschwindigkeit von 55 km/h. Die Fahrtzeit betrug 3:30 Minuten, und sie konnte bis zu 336 Personen pro Stunde befördern. Bei der neuen Achterbahn von Lilis Welt wird die Technik mit modernsten Elektroantrieben kombiniert, was eine interessante Wendung in der Geschichte der Hochschaubahnen im Prater darstellt.
Erwartungen und Vorfreude
Ehrlich gesagt, die Vorfreude auf die neue Achterbahn ist greifbar. Es ist schon jetzt spannend, sich vorzustellen, wie Familien mit ihren Kindern die Strecke durch den Prater erleben werden. Die Mischung aus Natur und Fahrspaß, die der Prater bietet, wird durch die neue Attraktion noch einmal verstärkt. Die Herausforderung, die Strecke zwischen den Bäumen zu planen und die Sicherheit der Fahrgäste zu gewährleisten, ist enorm, aber die Verantwortlichen scheinen gut aufgestellt zu sein. Die Überlegungen zur Langlebigkeit der Bahn sind ebenfalls ein positives Zeichen für die Zukunft.
So bleibt zu hoffen, dass wir im April 2027 von der ersten Fahrt der neuen Achterbahn berichten können – ein neues Kapitel in der Geschichte des Wiener Praters! Wer weiß, vielleicht wird diese Achterbahn ja auch bald ein beliebtes Fotomotiv für die vielen Besucher, die sich auf einen Tag voller Spaß und Abenteuer freuen.
Für weitere Informationen über den Wiener Prater und seine Attraktionen, besuchen Sie die offizielle Webseite www.prater.at.
