Wiener Stadtentwicklung: Volkertplatz und Supergrätzl verbessern Lebensqualität und Klima
Im Herzen des 2. Bezirks von Wien, genauer gesagt am Volkertplatz, hat sich in den letzten Monaten so einiges getan. Die Neugestaltung des Platzes ist nun abgeschlossen und das Ergebnis kann sich sehen lassen! Mit 13 neuen Bäumen und einer Entsiegelung von über 2.000 m² geht es nicht nur um das Auge, sondern auch um die Verbesserung des Mikroklimas und der Lebensqualität. Kühlende Nebelstelen und ein Trinkbrunnen sorgen dafür, dass die Besucher an heißen Tagen einen Ort der Erfrischung finden können.
Die Macher haben wirklich an alles gedacht: 100 neue Sitzgelegenheiten laden unter schattenspendenden Bäumen zum Verweilen ein. Für die kleinen Besucher gibt es einen Spielbereich, der mit Nestschaukeln sowie Hüpf- und Balanciersteinen ausgestattet ist. Sicher ist sicher – die Sicherheitsmaßnahmen mit stoßdämpfenden Belägen und einem neuen Gitter am Ballspielplatz geben den Eltern ein gutes Gefühl, während die Kinder fröhlich herumtollen. Ein weiteres Plus ist die Erhöhung der Fahrradabstellplätze, die eine umweltfreundliche Mobilität fördern. All dies ist Teil der „Raus aus dem Asphalt“-Offensive, die über 340 Projekte in Wien umfasst und im Rahmen dieser Initiative insgesamt mehr als 3.300 Bäume und über 2.700 Sitzmöglichkeiten in der Stadt geschaffen hat. Wer mehr über diese Projekte erfahren möchte, findet eine interaktive Wien-Karte zur Entdeckung aller Maßnahmen.
Supergrätzl im 10. Bezirk
<pAber das ist noch nicht alles! Im 10. Bezirk wird gerade das erste Supergrätzl zwischen Gudrunstraße, Leebgasse, Quellenstraße und Neilreichgasse errichtet. Inspiriert von den beliebten Superblocks in Barcelona, wird hier viel Wert auf Begrünung und Verkehrsberuhigung gelegt. Ziel ist es, ein „urbanes Wohnzimmer“ mit hoher Aufenthaltsqualität zu schaffen. Geplant sind 62 neue Bäume, 94 Grünflächen und sogar Wasserspiele. Eine Fußgängerzone rund um eine Schule wird ebenfalls Teil des Projekts sein.
Die Umsetzung erfolgt in zwei Bauphasen. Die erste Bauphase wurde bereits im Herbst 2024 abgeschlossen, während die zweite Bauphase noch in vollem Gange ist und bis Ende 2023 fertiggestellt werden soll. Spannend ist, dass vor der Umsetzung eine Pilotphase mit Bürgerbeteiligung stattfand. Hier wurden neue Verkehrsorganisationen getestet, Einbahnen umgedreht und farbliche Bodenmarkierungen aufgebracht. Im Sommer 2023 hatten Anwohner die Möglichkeit, ihre Wünsche und Vorstellungen zu äußern – eine tolle Sache, die zeigt, wie wichtig die Meinung der Bürger ist!
Stadtentwicklungsprojekte und Klimaanpassung
Doch was steckt hinter all diesen schönen Projekten? Seit 2020 gibt es das Förderprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“, das vom Bund ins Leben gerufen wurde. Ziel ist es, Kommunen bei der Entwicklung von Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Dabei wird ein ganz klarer Fokus auf die Erhaltung, Anpassung und Ausweitung öffentlicher Grün- und Freiflächen gelegt.
Diese Programme sind nicht nur wichtig, um die Lebensqualität in den Städten zu erhöhen, sondern auch um die Biodiversität zu sichern und Risiken durch extreme Wetterereignisse wie Hitze oder Starkregen zu mindern. Urbane Grünräume spielen dabei eine Schlüsselrolle. Sie binden Kohlenstoff, erhöhen die Regenwasserrückhaltung und fördern die Frischluftzufuhr. Über 300 Projekte in Städten und Gemeinden wurden seit 2020 ausgewählt, und es fließen insgesamt 656 Millionen Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds in die Neuplanung und Erweiterung von Grünanlagen.
Wien zeigt, dass Stadtentwicklung und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Die Neugestaltung des Volkertplatzes und das Supergrätzl im 10. Bezirk sind nur zwei Beispiele für die städtischen Maßnahmen, die nicht nur das Stadtbild, sondern auch die Lebensqualität der Bewohner merklich verbessern werden.
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