Asbestgefahr in Wien-Liesing: Greenpeace entdeckt gefährliches Amphibolasbest
Heute ist der 1.07.2026, und das Thema Asbest sorgt erneut für besorgte Gesichter in Wien-Liesing. Greenpeace hat in Laboranalysen in Wien und Niederösterreich „nahezu reinen“ Amphibolasbest entdeckt. Betroffen sind Straßen wie die Rosenhügelstraße und die Stieglergasse sowie einige Abschnitte an der Grenze zu Niederösterreich. Die Stadt Wien hat bereits Untersuchungen angekündigt, um die Situation näher zu beleuchten. Asbest, dieser gesicherte krebserregende Stoff, ist besonders gefährlich, wenn seine Fasern freigesetzt und eingeatmet werden. Es ist ein Thema, das uns alle betrifft.
Wussten Sie, dass Asbest eine Gruppe faserförmiger Minerale ist, die hitzebeständig, chemisch widerstandsfähig und extrem langlebig sind? Aber das macht ihn leider auch so gefährlich. In Österreich sind Verwendung und Herstellung von Asbest seit 1990 und EU-weit seit 2005 verboten. Dennoch sind die Gefahren nicht gebannt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) klassifizieren Asbest als krebserregend für Menschen. 2019 gab es weltweit etwa 26.800 Todesfälle durch Mesotheliom, eine der grausamen Krankheiten, die durch Asbest verursacht werden können. Über 90 % dieser Fälle sind auf berufliche Asbestexposition zurückzuführen.
Die Gesundheitsgefahren durch Asbest
Asbestose, Mesotheliom, Lungenkrebs – die Liste der Erkrankungen, die durch Asbest ausgelöst werden können, ist alarmierend. Asbestose führt zur Vernarbung des Lungengewebes und kann Atemnot sowie eingeschränkte Belastbarkeit verursachen. Mesotheliom, eine bösartige Krebserkrankung, tritt häufig im Brustfell auf und hat eine Latenzzeit von bis zu 40 Jahren. Die Schäden zeigen sich oft erst Jahre nach der Exposition. Das bedeutet, dass viele Menschen erst lange nach dem Kontakt mit Asbest die verheerenden Folgen spüren.
Besonders problematisch ist Amphibolasbest, das als besonders gefährlich für die Entwicklung eines Mesothelioms gilt. Die Arbeitsinspektion in Österreich warnt, dass Asbest auch heute noch ein aktuelles Thema ist, gerade bei Abbruch- und Sanierungsarbeiten. Das Risiko durch Asbest im Asphalt hängt von verschiedenen Faktoren ab: der Asbestform, der Materialbindung, der Beschädigung durch Verkehr oder Witterung und der Anzahl der Fasern in der Luft. Komischerweise bedeutet ein kurzer Aufenthalt an betroffenen Straßen nicht automatisch eine Gesundheitsgefährdung. Aber Vorsicht: Das Risiko steigt bei Zerbröseln oder unsachgemäßer Entfernung von asbesthaltigem Material.
Wissenschaftliche Hintergründe und aktuelle Diskussionen
Interessanterweise gibt es einen medizinischen Streit zwischen der Gesetzlichen Unfallversicherung und Medizinern über die Entschädigung von Asbestopfern. Die gesetzliche Unfallversicherung hat ein Interesse daran, möglichst wenig Entschädigung zu zahlen, während viele Mediziner für eine gerechtere Behandlung der Betroffenen plädieren. Die Schwere der Schäden korreliert zudem mit der Expositionsstärke – je länger und stärker die Asbeststaubbelastung, desto häufiger und drastischer die Schäden. Und das ist nicht alles: Die Asbestfasern, die wir einatmen, lösen sich nach kurzer Zeit auf und sind schwer zu identifizieren, verursachen aber langfristige Schäden.
Die Thematik rund um Asbest ist komplex und erfordert Aufklärung. Laboranalysen, Luftmessungen und fachgerechte Sanierungsentscheidungen sind essenziell. Wenn wir das Thema nicht ernst nehmen, könnte es fatale Folgen haben. Weitere Informationen und vertiefte Einblicke findet man im Deutschen Mesotheliomregister, das eine wichtige Quelle für Betroffene und Interessierte darstellt. Es ist kein einfacher Weg, aber über das Wissen können wir vielleicht das Risiko minimieren und den betroffenen Menschen helfen. Wir müssen wachsam sein und uns gegen die Gefahren wappnen.
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