Am 20. April 2026 findet im Kulturtreff in der Fassfabrik in Wien-Liesing ein besonderer Kinoabend statt. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, jedoch werden Spenden erbeten. Gezeigt wird der Film „Jugofilm“ von Goran Rebic, ein österreichisches Filmdrama aus dem Jahr 1997, das sich mit den tiefgreifenden Auswirkungen des Jugoslawienkrieges auf die jugoslawische Diaspora beschäftigt.
„Jugofilm“ erzählt die Geschichte einer serbischen Familie in Wien und fokussiert sich auf die dramatischen Erlebnisse eines Sohnes einer Gastarbeiterfamilie. Während eines Aufenthalts in Jugoslawien wird er rekrutiert und muss im Bürgerkrieg kämpfen. Nach seiner Desertion kehrt er traumatisiert nach Wien zurück, was die Krise innerhalb seiner Familie weiter verschärft. Die Zerfälle der jugoslawischen Community in Wien werden entlang der Linien des Bürgerkrieges sichtbar. Goran Rebic, der Regisseur, wird bei der Vorführung anwesend sein und hat betont, dass dieser Film nicht vergessen werden soll.
Ein Blick auf die Darsteller
In „Jugofilm“ sind zahlreiche talentierte Darsteller*innen zu sehen, darunter Merab Ninidze als Sascha, Michael Jovanovic als Milan und Eva Mattes als Bilja. Die Rollen wurden bewusst gegen die Nationalitäten besetzt, was dem Film eine besondere Tiefe verleiht. Weitere Darsteller sind unter anderem Tamara Simunovic, Martin Lion, Ljubisa Samardzic und Wolf Bachofner, die alle zur packenden Erzählung beitragen.
Filmische Merkmale
Die filmische Umsetzung zeichnet sich durch unspektakuläre Bilder und eine Off-Erzählung aus, die Erinnerungsbilder und Traumsequenzen miteinander verknüpft. Die Kameraarbeit von Jerzy Palacz unterstützt die emotionale Tiefe des Films und bringt die Herausforderungen und Traumata der Protagonisten eindringlich zum Ausdruck. Diese stilistischen Entscheidungen tragen dazu bei, dass der Zuschauer die Auswirkungen des Krieges hautnah erleben kann.
Gewinnspiel und Kontaktinfos
<pEin besonderes Highlight des Abends ist ein Gewinnspiel, bei dem die Teilnehmer die Chance haben, ein Burger-Essen inklusive Getränke für vier Personen zu gewinnen. Um daran teilzunehmen, ist eine Anmeldung für den Wiener Newsletter erforderlich. Für Rückmeldungen und weitere Informationen steht die Kontaktadresse verein@fza.or.at zur Verfügung.
Insgesamt bietet der Kinoabend in der Fassfabrik nicht nur eine filmische Auseinandersetzung mit den Folgen des Krieges, sondern auch einen Raum für Diskussion und Reflexion über die Erfahrungen von Migranten und die Herausforderungen der Integration in ein neues Land. Die Veranstaltung ist eine wertvolle Gelegenheit, um sich mit der Geschichte und den Geschichten der jugoslawischen Diaspora auseinanderzusetzen, und lädt alle Interessierten herzlich ein, an diesem besonderen Abend teilzunehmen. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auch auf der Website.