Heute ist der 2.07.2026 und wir schauen auf ein bemerkenswertes Projekt in Wien-Liesing, das die urbane Landschaft nachhaltig verändert. Die Gesiba, ein Unternehmen, das sich der Schaffung von Wohnraum widmet, baut ihre Ökoflächen in Wien kontinuierlich aus. Im Wohnpark Alt-Erlaa, der in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert, wurde das Biodiversitätsprojekt mit Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) feierlich präsentiert. Hier sind über 80.000 Quadratmeter Ökoflächen entstanden – das entspricht etwa zwölf Fußballfeldern! Diese naturnah gestalteten Bereiche sollen nicht nur Lebensräume für Pflanzen und Tiere bieten, sondern auch das Mikroklima verbessern sowie Staub- und Lärmbelastung reduzieren.

Klimastadtrat Czernohorszky hebt die Bedeutung hochwertiger Grünräume für die Lebensqualität in einer Stadt wie Wien hervor. Und das ist mehr als nur ein schöner Gedanke – es ist eine Notwendigkeit in Zeiten des Klimawandels. Der Gesiba-Vorstandsvorsitzende Paul Steurer betont, dass das Unternehmen eine Verantwortung hat, nachhaltige Lebensräume zu schaffen. Diese Ökoflächen sind nicht nur für die Artenvielfalt wichtig, sondern sollen auch die Lebensqualität der Bewohner erhöhen. Roland Böhm, der Vorstandsdirektor der Gesiba, sieht das Projekt als einen wertvollen Beitrag zur nachhaltigen Stadtentwicklung. Bezirksvorsteher Gerald Bischof (SPÖ) verweist zudem auf die ursprüngliche Planung des Wohnparks durch Architekt Harry Glück, der großzügige Grünanlagen vorgesehen hatte. Diese Vision wird durch die neuen Ökoflächen weiterentwickelt und an die aktuellen Anforderungen im Klima- und Naturschutz angepasst.

Vorzeigeprojekt für urbane Biodiversität

Die Bedeutung von naturnahem Grün in Städten kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Laut einer Studie leben mehr als drei Viertel der Menschen in Deutschland in Städten. Naturnahes Grün und blau-grüne Infrastrukturen verbessern die Lebensqualität erheblich. Diese Infrastrukturen fördern nicht nur die Gesundheit, sondern auch Erholung und soziale Begegnungen. Urbane Grünflächen bieten Lebensräume für Tiere und Pflanzen mit einer hohen Artenvielfalt. Sie tragen zur Anpassung an den Klimawandel bei, indem sie Hitzestress entgegenwirken und die Folgen von Starkregen mildern. So schaffen sie Räume zur Abkühlung und verbessern die Lebensbedingungen für alle.

Stadtnatur hat auch den Vorteil, dass sie Umweltgerechtigkeit stärkt. Sie ermöglicht Naturerfahrungen für alle, besonders in dicht bebauten oder sozial benachteiligten Quartieren. Dennoch sind viele Städte von versiegelten Böden, gestörtem Wasserhaushalt und einem eigenen Mikroklima geprägt. Daher ist eine flächensparende Siedlungsentwicklung mit Fokus auf Grünflächen für klimaangepasste Städte unerlässlich.

All diese Aspekte sind in den Ökoflächen des Wohnparks Alt-Erlaa vereint. Sie stehen exemplarisch für das, was in urbanen Räumen möglich ist. Projekte wie dieses zeigen, wie wichtig es ist, den grünen Daumen zu bewahren und zu fördern – für die Artenvielfalt, für das Klima und nicht zuletzt für die Lebensqualität der Stadtbewohner. In einer Zeit, in der der Klimawandel zunehmend spürbar wird, ist die Schaffung solcher Lebensräume nicht nur eine Vision, sondern eine Notwendigkeit.

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