In Margareten, einem lebendigen Bezirk in Wien, wird die Betoninsel in der Ramperstorffergasse bald der Vergangenheit angehören. Ab Juli 2026 soll diese rund 50 Meter lange und 120 bis 140 Quadratmeter große Fläche abgerissen werden. Die Bezirksvorstehung hat sich zum Ziel gesetzt, den Platz neu zu gestalten und dabei das Feedback der Anwohnerinnen zu berücksichtigen. Ein guter Plan, denn die Anwohnerinnen haben sich mehr Grün, Schatten und Platz gewünscht. Und genau das wird nun in die Planung einfließen. Die Umgestaltung soll den Grätzl klimagerechter und vor allem attraktiver für Fußgängerinnen machen. Die Details der Neugestaltung zeigen, dass die ursprünglichen Pläne angepasst wurden, um noch mehr Bäume und Grünflächen zu integrieren. Ursprünglich waren drei Bäume vorgesehen, doch jetzt sollen es fünf Bäume und zwei Hochstammsträucher werden.
Die geplanten Veränderungen sind beeindruckend: Die Gehsteige werden fast doppelt so breit und bieten somit mehr Platz für Fußgängerinnen. Neue Aufenthaltsbereiche mit Sitzmöglichkeiten auf beiden Straßenseiten sollen dazu einladen, die Umgebung in Ruhe zu genießen. Auch die Bushaltestelle wird umgestaltet: Ein breiterer Wartebereich sorgt für mehr Komfort, während die Ladezone für Omnibusse von der Viktor-Christ-Gasse zur Ramperstorffergasse 49 verlegt wird, um Parkprobleme zu lösen. Das alles geschieht nicht nur aus Spaß an der Freude – es ist auch eine praktische Antwort auf die Bedürfnisse der Anwohnerinnen, die sich eine bessere Verkehrssituation und mehr grüne Oasen in ihrem Viertel wünschen.
Einwohnerinnen im Mittelpunkt
Im Januar 2026 wurden die Entwürfe bei einer Info-Veranstaltung vorgestellt, bei der die Anwohnerinnen die Möglichkeit hatten, ihre Anregungen und Wünsche einzubringen. Das zeigt, wie wichtig die Beteiligung der Bürgerinnen bei solchen Projekten ist. Die neue Gestaltung wird nicht nur dazu beitragen, den Verkehr zu entlasten, sondern auch das Stadtklima zu verbessern. Die Pflanzung neuer Bäume und die Schaffung von Grünbeeten entlang des Abschnitts sind Schritte in die richtige Richtung. Immerhin ist das urbane Grün nicht nur schön anzusehen, sondern spielt auch eine entscheidende Rolle für das Stadtklima, wie die Politik des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen betont.
Ein Blick auf die übergreifenden Entwicklungen in der Stadt zeigt, dass der Erhalt und die Entwicklung von urbanem Grün eine Gemeinschaftsaufgabe sind. Das „Grünbuch Stadtgrün“, das bereits 2015 vorgestellt wurde, hat einen interdisziplinären Dialog über die Bedeutung von Grün- und Freiflächen angestoßen. Mit den Herausforderungen, die wir durch die Coronapandemie, Bevölkerungswachstum und klimatische Veränderungen erleben, sind solche Projekte wichtiger denn je. Die Stadtentwicklungspolitik muss sich ständig weiterentwickeln, um den Bedürfnissen der heutigen und zukünftigen Generationen gerecht zu werden.
Die Umbauarbeiten in der Ramperstorffergasse sind ein kleiner, aber bedeutender Schritt in eine grünere und lebenswertere Zukunft für Margareten. Abgerundet wird das Ganze durch ein Budget von maximal 480.000 Euro, wobei man hofft, dass Förderungen die Kosten weiter senken können. Die Vorfreude auf das neue, grüne Gesicht der Ramperstorffergasse wächst und damit auch die Hoffnung auf eine bessere Lebensqualität für alle, die in diesem Stadtteil wohnen.