In der Wiener Bezirksgegend Mariahilf hat sich die Autorin Berit Glaser einen Namen gemacht. Sie arbeitet nicht nur in der Miranda Bar, sondern hat auch bereits drei Bücher veröffentlicht, darunter zwei Kurzgeschichtensammlungen mit den Titeln „Vulvarine“ und „Leben und so“ sowie eine Erzählung über ihre Panama-Reise mit dem Namen „Schwarze Luft“. Glaser hat ihre schriftstellerische Laufbahn in der Schulzeit begonnen, als sie mit Zeichnungen und Comics experimentierte. Ihr richtiger Einstieg in die Welt des Schreibens kam jedoch durch die Teilnahme am „Young Storyteller Award“ von „Story One“, einer Plattform für Self-Publishing in Wien. Dieser Wettbewerb im Jahr 2021 motivierte sie nicht nur, weiterzumachen, sondern führte auch zu einer Lesung in Italien.
Die Geschichten von Berit Glaser sind oft autobiografisch gefärbt und aus ihrer persönlichen Perspektive geschrieben. Besonders angetan hat es ihr das Schreiben von Kurzgeschichten, da sie die Verdichtung der Inhalte schätzt und glaubt, dass sie wie bedeutungsvolle Ausschnitte aus dem Leben funktionieren. Ein Beispiel ist eine ihrer Erzählungen, die ein Missverständnis zwischen einem Sohn und seiner Mutter behandelt und damit die Unsicherheiten in Beziehungen thematisiert. Inspiration findet sie im Alltag, in Gesprächen und besonders in ihrer Arbeit im Barbetrieb, wo Menschen häufig persönliche Geschichten teilen.
Der Young Storyteller Award
Der „Young Storyteller Award“ ist besonders spannend, da er allen kreativen Köpfen die Möglichkeit bietet, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren. Um am Wettbewerb teilzunehmen, sollten die eingereichten Bücher einige wesentliche Elemente enthalten: eine originelle Idee, ein ansprechendes Thema, einen fesselnden Titel, ein professionelles Cover sowie eine prägnante Buchbeschreibung. Zudem ist ein aussagekräftiges Autorenfoto und eine inspirierende Biografie von Bedeutung. Die Jury bewertet die Einsendungen nach Originalität, emotionaler Wirkung und kreativer Authentizität. Dabei sind alle Genres und Sprachen willkommen, und die Teilnehmer werden ermutigt, kreativ zu denken, um sowohl die Jury als auch die Leser:innen zu begeistern. Schriftliche Informationen über die engere Auswahl werden am 25. September 2025 um 11:00 Uhr bekannt gegeben.
Für den Wettbewerb werden über 30 Bücher nach einem Punktesystem intern gerankt, wobei die maximale Punktzahl 100 Punkte beträgt. Die Vergabe erfolgt wie folgt: 30 Punkte für die Idee, 30 Punkte für die Qualität der Geschichte, 20 Punkte für den Schreibstil und die Ausführung sowie 10 Punkte für die Buchbeschreibung und Autorenbiografie. Darüber hinaus sind 50 % der Finalplätze für Nicht-Influencer reserviert, um Chancengleichheit zu fördern.
Literarische Wettbewerbe in Österreich
Das literarische Schaffen in Österreich wird durch zahlreiche Wettbewerbe bereichert. Aktuell gibt es Ausschreibungen für literarische Wettbewerbe bis ins Jahr 2026. Der W.-G.-Sebald-Literaturpreis, der bis zum 30. April 2026 eingereicht werden kann, hat das Thema „Erinnerung und Gedächtnis“ und lockt mit einem Preisgeld von 10.000 Euro. Auch der Lyrikwettbewerb „Pflege“, der sich mit dem Thema Pflegeberuf beschäftigt und ebenfalls bis zum 30. April 2026 läuft, bietet Geldpreise und eine Veröffentlichung in einer Anthologie.
Ein weiterer bemerkenswerter Wettbewerb ist der Lyrikwettbewerb „Klimawandel“, der bis zum 31. Mai 2026 läuft. Auch hier winken Geldpreise und eine Veröffentlichung in einer Anthologie. Diese Wettbewerbe sind nicht nur eine Möglichkeit für Autoren, ihre Werke zu präsentieren, sondern auch eine Gelegenheit, sich mit anderen Schriftstellern zu vernetzen und die eigene kreative Stimme weiterzuentwickeln.
Berit Glaser und ihre Kreativität sind ein Beispiel für die blühende Literaturszene in Wien, die durch Veranstaltungen und Wettbewerbe angeregt wird. Mit ihren persönlichen Geschichten und innovativen Ansätzen trägt sie dazu bei, die Vielfalt und Tiefe der österreichischen Literatur zu bereichern. Ihre neuen Ideen sind bereits in der Pipeline, auch wenn noch keine klare Form entstanden ist. Man darf gespannt sein, was wir in Zukunft von ihr hören werden.