In der Nacht auf Sonntag sorgte ein blauer BMW am Mariahilfer Gürtel in Wien für Aufsehen. Kurz vor 3 Uhr nachts erreichte eine Drift-Aktion ihren Höhepunkt, als der BMW-Fahrer den Kreuzungsbereich Mariahilfer Gürtel Ecke Kurgasse im 6. Bezirk blockierte und mit seinen „Donuts“ für Lärm und qualmende Reifen sorgte. Autofans, die sich um die Szene versammelt hatten, zeigten ihre Begeisterung mit Applaus. Doch das Verhalten des Fahrers verstößt gegen die Straßenverkehrsordnung in Österreich, was nicht nur zu einem hohen Bußgeld führen kann, sondern auch ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen könnte. Laut Berichten kann der Fahrer mit Strafen von bis zu 5.000 Euro rechnen.

Die Drift-Aktion ist nicht nur ein Verstoß gegen die Verkehrsregeln, sondern könnte auch als Straftat gewertet werden, insbesondere wenn andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden. Neben den finanziellen Strafen drohen dem Fahrer Vormerkungen im Führerscheinregister, Fahrverbote oder sogar der Entzug des Führerscheins. Das Drehen von „Donuts“ kann als gefährlich eingestuft werden und wird entsprechend geahndet.

Verstöße und mögliche Strafen

Die Bußgelder für solches Verhalten sind vielfältig. Neben den bereits erwähnten Hauptstrafen kann der Fahrer auch mit zusätzlichen Gebühren rechnen, die sich aus verschiedenen Verkehrsverstößen ergeben. Beispielsweise gibt es Bußgelder für unnötigen Lärm bei Fahrzeugnutzung (10 Euro) oder für vermeidbare Abgasbelästigung (10 Euro). Bei schwerwiegenderen Fällen, wie etwa einem Sachschaden durch ins Schleudern geratenes Fahrzeug, sind bis zu 35 Euro fällig. Ein Verstoß gegen das Rechtsfahrgebot in Kurven kann sogar 80 Euro kosten und einen Punkt im Fahreignungsregister nach sich ziehen.

Driften selbst ist zwar nicht per se illegal, kann jedoch zu Sanktionen führen, wenn dabei Lärm oder Gefährdung von anderen Verkehrsteilnehmern entsteht. Um sicher zu driften, sollten Autofahrer entsprechende Fahrsicherheitstrainings oder Drift-Schulen in Betracht ziehen. Dort erhalten sie professionelle Anleitung, um die Technik unter kontrollierten Bedingungen zu erlernen.

Einordnung im Verkehrssystem

Die Verordnung zum Bußgeldkatalog 2026 in Österreich unterscheidet zwischen verschiedenen Arten von Verkehrsverstößen. Während leichte Verstöße ohne Sicherheitsgefährdung mit Verwarnungsgeldern geahndet werden und nicht im Fahreignungsregister eingetragen werden, führen schwerwiegende Verstöße, die andere gefährden, zur Eintragung eines Punktes. Ein Punkt verjährt nach zweieinhalb Jahren, während schwerere Verstöße zu Fahrverboten von bis zu drei Monaten führen können.

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Die Regelungen sind klar: Bei zwei Verstößen innerhalb von 12 Monaten kann es zu einem Fahrverbot kommen. Zudem wird im Falle einer Straftat im Straßenverkehr ein garantierter Eintrag von drei Punkten im Fahreignungsregister vorgenommen, der nach zehn Jahren verjährt. Auch wenn die Drift-Aktion am Mariahilfer Gürtel möglicherweise als harmloser Spaß begann, so zeigt sie doch, wie schnell aus einem Vergnügen ernsthafte Konsequenzen entstehen können.