Heute ist der 1. Juni 2026, und die Luft ist erfüllt von einem Hauch von Aufregung in Wien-Mariahilf. In der Stadt, die niemals schläft, hat am Mariahilfer Gürtel 4 ein neuer Anlaufpunkt für sexuelle Gesundheit seine Türen geöffnet: das Zentrum „magnus“. Diese Eröffnung ist nicht nur ein weiterer Schritt in der Gesundheitsversorgung, sondern ein echtes Zeichen für Fortschritt und Inklusion.
„magnus“ bietet ein umfassendes Angebot an Beratung, Diagnostik, Behandlung und psychosozialer Unterstützung – alles an einem Ort. Die Idee dahinter ist, die bisherigen Anlaufstellen wie Arztpraxen, Beratungsstellen und Krankenhäuser zu bündeln. So wird den Menschen in Wien ein einfacherer Zugang zu wichtigen Gesundheitsdiensten ermöglicht. Die Trägerschaft liegt in den Händen der Aids Hilfe Wien, der Stadt Wien sowie den Krankenversicherungsträgern (ÖGK, SVS, BVAEB). Das Team setzt sich aus Ärztinnen, Ärzten, Sozialarbeiterinnen, Sozialarbeitern und Beratern zusammen, die mehrsprachig und niederschwellig agieren. Damit können sie rund 30.000 Patient:innen pro Jahr bedienen und helfen.
Vielfältiges Angebot für alle
Die angebotenen Leistungen sind vielfältig und reichen von Untersuchungen auf HIV bis hin zu Tests auf andere sexuell übertragbare Infektionen. Das Ambulatorium hat wöchentlich 61 Stunden geöffnet – eine willkommene Flexibilität für alle, die Unterstützung suchen. Montag bis Freitag von 8 bis 19 Uhr und samstags von 8 bis 14 Uhr, sodass wirklich jeder die Möglichkeit hat, vorbeizuschauen.
Interessanterweise ist das Zentrum nach Magnus Hirschfeld benannt, einem Pionier der Sexualwissenschaft, was eine besondere Wertschätzung für die Geschichte der sexuellen Gesundheit darstellt. Der Name „magnus“ ist nicht nur ein Hinweis auf die Vergangenheit, sondern auch ein Versprechen für die Zukunft – ein Zeichen der Hoffnung und der Offenheit.
Ein Blick in die Zukunft
Doch das ist noch nicht alles! Ab 2026 wird ein weiteres Kompetenzzentrum für sexuelle Gesundheit in Wien entstehen. Dieses neue „magnus Ambulatorium für sexuelle Gesundheit“ wird ebenfalls von der Aids Hilfe Wien in Kooperation mit der Stadt Wien und den Krankenversicherungsträgern getragen. Hier wird die Diagnostik, Therapie und Prävention noch weiter ausgebaut, um die Versorgungsqualität für HIV- und STI-vulnerable Menschen zu verbessern.
Geplant sind rund 32.000 Kontakte pro Jahr, und das Zentrum wird als PrEP- und PEP-Referenzzentrum fungieren. Das alles geschieht mit dem Ziel, die Gesundheitsversorgung für alle Menschen in Wien zu verbessern – ganz gleich, ob versichert oder nicht. Es ist einfach großartig zu sehen, wie Wien mit diesem Projekt ein Zeichen für moderne Gesundheitsversorgung setzt und die UN-Agenda 2030 in die Tat umsetzt.
Gesundheitsversorgung ohne Barrieren
Die Idee, eine zentrale Anlaufstelle für sexuelle Gesundheit zu schaffen, die frei von Diskriminierung und Barrieren ist, könnte nicht zeitgemäßer sein. Das Projekt verbindet die 40-jährige Geschichte der Aidshilfe mit einem modernen, integrativen Zukunftsmodell. Der Zugang zu Gesundheitsleistungen wird für vulnerablen Gruppen erleichtert – das ist nicht nur wichtig, das ist ein Schritt in die richtige Richtung!
Weitere Informationen zu den Entwicklungen rund um das Zentrum für sexuelle Gesundheit „magnus*“ finden Sie auf meinbezirk.at sowie auf presse.wien.gv.at. Wer mehr dazu wissen möchte, kann auch bei wien.orf.at vorbeischauen.
