Verkehrssicherheit in Wien: Neun Bezirke ohne Verkehrstote im Jahr 2025
Heute ist der 13.06.2026 und wir blicken zurück auf ein bemerkenswertes Jahr in Wien, besonders wenn es um Verkehrsunfälle geht. Im vergangenen Jahr erlebten gleich neun Bezirke der Stadt eine erfreuliche Entwicklung: es gab keinen einzigen Todesfall bei Verkehrsunfällen. Diese positive Bilanz ist nicht nur ein Grund zur Freude, sondern auch ein Zeichen für die Sicherheit, die in diesen Stadtteilen herrscht. Zu den Bezirken ohne Verkehrstote zählen die Innere Stadt, Wieden, Margareten, Mariahilf, Neubau, Josefstadt, Alsergrund, Favoriten und Währing. Besonders hervorzuheben ist, dass Wieden, Neubau und Währing seit 2021 keine Verkehrstoten zu beklagen hatten.
Die Gesamtstatistik für Wien zeigt jedoch, dass 15 Menschen bei Verkehrsunfällen ihr Leben verloren und über 630 schwer verletzt wurden. Das gibt einem schon zu denken. Die meisten Verkehrstoten wurden in Floridsdorf verzeichnet, wo zwei Personen starben, während in den übrigen Bezirken jeweils ein Verkehrstoter zu beklagen war. In der Verkehrsunfallstatistik der Bezirke ohne Verkehrstote gibt es dennoch eine hohe Zahl an Verletzten. So verzeichnete Favoriten 766 Verletzte, davon 69 schwer, und die Innere Stadt hatte 349 Verletzte, mit 32 davon in kritischem Zustand.
Ein Blick über die Grenzen Wiens
Die erfreuliche Bilanz der neun Wiener Bezirke steht nicht allein. Laut einer Analyse des VCÖ erreichten im letzten Jahr auch andere Teile Österreichs das Ziel „null Verkehrstote“. Neben Wien sind das die Bezirke Dornbirn, Güssing und Hermagor, sowie sechs Statutarstädte, darunter St. Pölten, Steyr und Krems. Diese positiven Entwicklungen zeigen, dass es möglich ist, die Sicherheit im Straßenverkehr deutlich zu erhöhen.
Allerdings bleibt die Herausforderung, die Verkehrssicherheit weiter zu verbessern. Eine alarmierende Zahl von 55% der tödlichen Verkehrsunfälle sind auf nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Ablenkung und Unachtsamkeit zurückzuführen. Im vergangenen Jahr wurden in Österreich 112.000 Handy-Delikte im Straßenverkehr geahndet. Dies lässt darauf schließen, dass hier ein großes Potenzial zur Verbesserung besteht. Der VCÖ fordert daher rechtliche Grundlagen für den Einsatz von Handy-Blitzern und schlägt vor, Einnahmen aus Verkehrsstrafen für Anrufsammeltaxis und Nachtbusse zu verwenden.
Die Zukunft der Verkehrssicherheit
Ein weiterer interessanter Punkt sind die schweren Verkehrsunfälle mit Fahrrädern und E-Bikes. Im Zeitraum von 2022 bis 2024 kamen 118 Menschen bei Verkehrsunfällen mit diesen Fortbewegungsmitteln ums Leben. Erstaunlicherweise gab es keinen tödlichen Unfall auf baulich getrennten Radwegen. Das wirft Fragen auf und zeigt, wie wichtig gut gestaltete Radwege für die Sicherheit der Radfahrer sind.
Das Streben nach mehr Sicherheit im Straßenverkehr bleibt also eine zentrale Aufgabe für alle Beteiligten. Vorschläge zur Reduzierung schwerer Verkehrsunfälle, wie niedrigere Tempolimits, mehr Kontrollen und der Rückbau von Raserstrecken, könnten einen positiven Einfluss auf die zukünftige Unfallstatistik haben. Es bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen ergriffen werden, um Wien und ganz Österreich sicherer zu machen.
Für weitere Informationen und Details zu den Verkehrsunfallstatistiken in Wien und anderen Regionen, können Sie die vollständige Analyse des VCÖ auf meinbezirk.at nachlesen. Die Zahlen sind nicht nur Statistiken, sie sind Teil unseres Lebens und unserer Sicherheit auf den Straßen – und das sollte uns alle betreffen.
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