In der heutigen Zeit ist es kein Geheimnis mehr: Der Pflegeberuf in Österreich steht vor enormen Herausforderungen. Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) hat nun mit einem neuen Arbeitszeitmodell namens „FlexTeam“ auf den Fachkräftemangel reagiert. Dieses innovative Modell zielt darauf ab, die Pflegeberufe an moderne Lebenskonzepte anzupassen. Die AUVA möchte nicht nur Fachkräfte im Beruf halten, sondern auch ehemalige Pflegekräfte zurückgewinnen. Das ist besonders wichtig, da eine Pensionierungswelle und ein steigender Pflegemangel die Lage zusätzlich verschärfen. Um dem entgegenzuwirken, investiert die AUVA in die Rekrutierung und Ausbildung von Pflegekräften aus Drittstaaten. Diese Maßnahmen sind dringend nötig, um den akuten Bedarf im österreichischen Pflegesystem zu decken.

Das FlexTeam-Modell bietet Pflegekräften eine flexible Zeiteinteilung bei voller Festanstellung. Ein echter Gewinn, denn es entlastet sowohl neue Teammitglieder als auch das bestehende Stammpersonal. Begonnen wird dieses Pilotprojekt in der Region Ost, insbesondere in den Einrichtungen Traumazentrum Wien und Rehabilitationszentrum Meidling. Hier soll nicht nur die Arbeitszeit neu gestaltet werden, sondern auch gesunde Arbeitsbedingungen geschaffen werden. Und das ist wirklich ein Schritt in die richtige Richtung, um den demografischen Herausforderungen im Pflegebereich zu begegnen.

Flexible Arbeitszeit für bessere Bedingungen

Das neue Arbeitszeitmodell „FlexTeam“ ermöglicht Pflegekräften eine flexible Zeiteinteilung, die an ihre persönlichen Lebensumstände angepasst ist. Außerdem wird ein modernes Ausfallsmanagement eingeführt, das darauf abzielt, kurzfristige Ausfälle und Überstunden zu vermeiden. Das könnte wirklich helfen, die Arbeitsbedingungen in der Pflege zu verbessern. Es ist kein Geheimnis, dass die Teilzeitquote im Pflegebereich hoch ist. Viele Pflegekräfte wünschen sich eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie, und genau hier setzt das FlexTeam an.

Die demografischen Entwicklungen machen die Situation noch drängender. Bis 2049 wird die Zahl der Pflegebedürftigen voraussichtlich auf 2,74 Millionen ansteigen – ein Plus von 52 %. Gleichzeitig wird der Bedarf an Pflegekräften auf 2,15 Millionen steigen, was eine Herausforderung darstellt. Die Babyboomer-Generation erreicht in den nächsten Jahren das Renteneintrittsalter, und das bedeutet eine Lücke am Arbeitsmarkt. Hier wird der Pflegeberuf als Engpassberuf eingestuft, mit einer prognostizierten Lücke von 90.000 Pflegekräften in zehn Jahren und sogar 280.000 bis 2049. Das sind Zahlen, die einem schon ein mulmiges Gefühl geben können.

Ein Blick in die Zukunft der Pflege

Interessanterweise zeigt eine Vorausberechnung, dass die Zahl der Pflegekräfte bis 2034 um 9 % zurückgehen könnte. Das bedeutet, dass wir uns auf eine Stagnation einstellen müssen. Doch es gibt auch positive Prognosen: Die Trend-Variante spricht von einem Anstieg der Pflegekräfte um 7 % bis 2034. Der Anteil männlicher Pflegekräfte könnte von 16 % im Jahr 2019 auf 20 % im Jahr 2049 steigen. Aber das ist nur ein kleiner Lichtblick in einer insgesamt angespannten Situation.

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Die AUVA’s Ansatz zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen könnte also genau der richtige Schritt sein, um die Attraktivität des Pflegeberufs zu steigern. Auch die Zuwanderung ausländischer Pflegekräfte wird als Möglichkeit gesehen, den Engpass zu mildern. Die Integration von nicht erwerbstätigen Pflegekräften und Quereinsteigern könnte ebenfalls helfen, die Zahl der Pflegekräfte zu erhöhen. Es bleibt zu hoffen, dass diese Maßnahmen fruchten und die Pflegeberufe in Österreich bald wieder auf stabilere Beine gestellt werden.

Lesen Sie mehr über das FlexTeam-Modell und die Herausforderungen im Pflegebereich in der vollständigen Berichterstattung auf Regionews.

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