Das Restaurant Vestibül im Burgtheater, das seit 25 Jahren Gäste mit seiner beeindruckenden Ausstattung aus Marmorsäulen und Deckenmalereien begeistert, steht vor einer spannenden Neuausrichtung. Anlässlich seines Jubiläums, das am 15. April 2026 gefeiert wird, haben Betreiberin Veronika Doppler und Küchenchef Christoph Schuch ein neues Konzept unter dem Titel „Schank & Tafel“ entwickelt. Diese Veränderungen sind eine Antwort auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Gäste und zielen darauf ab, das Restaurant zugänglicher zu gestalten.
Der südliche Flügel des historischen Burgtheaters, der einst als private Kutscheneinfahrt für Kaiser Franz Joseph I. und Kaiserin Elisabeth diente, wird nun in zwei Bereiche unterteilt: die „Schank“ und die „Tafel“. Die „Schank“ im Eingangsbereich bietet eine unkomplizierte und zwanglose Atmosphäre, in der Gäste ohne Reservierung an der Bar oder am Tisch Platz nehmen können. Kleine Gerichte wie Gabelbissen, Beef Tatar und Krautfleckerl sowie Hauswein im Sechzehntelglas stehen hier im Mittelpunkt.
Ein Blick in die „Tafel“
Im eleganten Marmorsaal, dem Herzstück des Hauses, bleibt die „Tafel“ der Wiener Küche auf Haubenniveau vorbehalten, aktuell mit drei Hauben ausgezeichnet. Hier wird die Wiener Küche in zeitgemäßer Interpretation serviert. Alle Gerichte sind handgemacht: Pasta wird im Haus gefertigt, und Jus sowie Fonds werden über zwei Tage gekocht. Vegetarische Varianten vieler klassischer Gerichte wie Grammelknödel und Krautwickel sind ebenfalls erhältlich. Dies zeigt den hohen Wert, den die Küche auf präzise Arbeitsschritte und frische Zutaten legt.
Die Öffnungszeiten des Vestibül werden ab dem 1. Mai angepasst: Das Restaurant hat von Dienstag bis Samstag von 17 bis 24 Uhr geöffnet, wobei die Küche bis 22:30 Uhr eine große Karte und bis 23:30 Uhr eine Schankkarte anbietet. Ziel ist es, Flexibilität für verschiedene Anlässe zu bieten, sei es für frühes Essen oder spätere Besuche. Ein Gastgarten wird im Sommer zur Verfügung stehen, was eine attraktive Option für die warmen Monate darstellt.
Wiener Kulinarik und Heurigenkultur
Das Vestibül reiht sich nicht nur in die traditionsreiche Wiener Gastronomie ein, sondern auch in die einzigartige Heurigenkultur der Stadt. Diese ist immaterielles Kulturerbe der UNESCO und bietet eine Vielfalt an Weinen aus 700 Hektar Wiener Weingärten, von denen ein Drittel biologisch bewirtschaftet wird. In den Weinorten und Weinbergen am Stadtrand, insbesondere in Grinzing, Nussdorf und Stammersdorf, finden sich zahlreiche Heurige, die den Gästen regionale Weine, darunter den Wiener Gemischten Satz DAC, anbieten.
Insgesamt ist das Restaurant Vestibül ein Ort, der sowohl Tradition als auch zeitgemäße Gastronomie verbindet. Gäste können sich auf eine kulinarische Reise durch die Wiener Küche freuen, sei es in der ungezwungenen „Schank“ oder im eleganten Ambiente der „Tafel“. Weitere Informationen zu diesem spannenden Konzept und den Angeboten finden Sie in den Berichten von Gault Millau und Culinarius.