A.Lab in Wien: Kreativität trifft auf Fitnesskonzept
In einer kreativen Oase im 7. Wiener Gemeindebezirk, genauer gesagt in der Kellermanngasse 3/1/3, hat Antonia Habitzl ein ganz besonderes Atelier eröffnet: das „A.Lab“. Hier wird Kunst auf eine erfrischende Weise neu interpretiert, denn das Konzept basiert auf dem Prinzip eines Fitnessstudios. Ja, richtig gehört – Kunst und Fitness haben mehr gemeinsam, als man denkt!
Das A.Lab ist ein frei zugängliches Atelier, das ohne feste Betreuung auskommt. Besucher können sich einfach einen freien Platz suchen und sofort mit ihrer künstlerischen Arbeit beginnen. Ideal für all jene, die im stressigen Alltag wenig Raum und Zeit finden, um kreativ tätig zu werden. Grundmaterialien wie Farben, Pinsel und Leinwände stehen bereit – alles, was man braucht, um die eigene Kreativität auszuleben. Das Angebot umfasst flexible Buchungsmodelle wie Abos, 10er-Blöcke und Einzeltermine. Für Neugierige gibt es sogar die Möglichkeit, einen Schnuppertermin für nur 14,99 Euro online zu buchen – eine perfekte Gelegenheit, um das Atelier auszuprobieren und sich inspirieren zu lassen.
Ein Raum für kreative Köpfe
Die Idee hinter dem A.Lab entspringt Antonia Habitzls eigener Erfahrung. Sie weiß nur zu gut, wie herausfordernd es sein kann, kreative Hobbys neben einem anspruchsvollen Job zu integrieren. Ihr Atelier bietet Menschen die Möglichkeit, ganz ohne Druck und in einem entspannten Umfeld zu schaffen. Hier darf Kunst einfach sein – ohne jegliche Vorgaben oder Erwartungshaltungen. Man könnte sagen, das A.Lab ist der neue Treffpunkt für kreative Köpfe, die ihre Ideen verwirklichen möchten.
Doch das A.Lab ist nicht nur ein Ort für persönliche Entfaltung. Es fügt sich nahtlos in die umfassenderen Bestrebungen der Stadt Wien ein, die kulturelle Infrastruktur zu sichern und zu erweitern. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, Räume für Kunst und Kultur langfristig zu schaffen und zu erhalten. Das umfasst nicht nur die Modernisierung bestehender Kulturorte, sondern auch die Förderung von Proberäumen und Ateliers. Projekte wie die START-Ateliers im 6. Bezirk, die jungen Künstlerinnen kostengünstige Arbeitsräume bieten, zeigen, dass Wien aktiv an der Schaffung einer lebendigen, kreativen Szene arbeitet.
Kultur in der Stadt
Die Raumoffensive, die 2018 ins Leben gerufen wurde, zielt darauf ab, neue Arbeits- und Probenräume zu schaffen. So entstehen aktuell in verschiedenen Bezirken kostengünstige Infrastruktur für die zeitgenössische Musikszene sowie Proberäume für Tanz- und Performance-Künstlerinnen. Auch das ATELIERHAUS WIEN am Otto-Wagner-Areal wird bis 2026 rund 3.500 m² Atelier- und Arbeitsräume für etwa 100 Künstlerinnen bereitstellen.
Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Kulturankerzentren, die in ganz Wien als kulturelle Nahversorger fungieren. Diese Zentren bieten Räume zu leistbaren Konditionen und arbeiten partizipativ sowie integrativ mit der Bevölkerung. Sie sind Orte, an denen Kunst und Kultur lebendig werden, und fördern den Austausch zwischen Künstlerinnen und Stadtbevölkerung. Die Stadt Wien unterstützt diese Initiativen, um eine vielfältige und zugängliche Kulturinfrastruktur zu gewährleisten.
Das A.Lab ist also mehr als nur ein Atelier – es ist Teil einer größeren Vision für Wien, in der Kunst und Kreativität einen hohen Stellenwert haben. Es bleibt spannend zu sehen, wie sich die kulturelle Landschaft in den kommenden Jahren entwickeln wird und welche neuen Talente im A.Lab ihre ersten Schritte als Künstler*innen wagen werden.
