Im 21. Wiener Gemeindebezirk, genauer gesagt in der Winkeläckerstraße, wird ab Frühjahr 2028 ein modernes Gymnasium errichtet. Das Besondere: Der Bau soll ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit stehen, denn er wird aus Holz gefertigt. Eine spannende Entscheidung, die nicht nur architektonisch, sondern auch ökologisch neue Maßstäbe setzen könnte! Der Entwurf stammt von den MEGATABS Architekten, die gleich vier gleichwertige Baukörper kombinieren, die durch leichte Fugen miteinander verbunden sind. Diese kreative Herangehensweise verspricht nicht nur ästhetischen Reiz, sondern auch Funktionalität.

Der zentrale Haupteingang führt in eine lichtdurchflutete Aula, die sich direkt zur südlichen Gartenzone öffnet. Hier soll ein Ort entstehen, an dem Schüler:innen und Lehrer:innen zusammenkommen können – mit Sitztreppen, einer Aufenthalts- und Speisezone sowie einer einladenden Schulterrasse. Die Grünräume sind nicht nur schön anzusehen, sondern sie sind auch Teil des pädagogischen Alltags, was das Lernen in einer natürlichen Umgebung fördert.

Ressourcenschonender Bau und innovative Konzepte

In der Unterstufe wird es 16 klassische Stammklassen im Clusterprinzip geben, ergänzt durch offene Lernzonen. Die Oberstufe hingegen bekommt fachspezifische Departements mit insgesamt 12 Klassen. Um den körperlichen Aktivitäten der Schüler gerecht zu werden, sind zwei Normturnhallen sowie ein Beach-Volleyballplatz auf dem Dach eingeplant. Die Innenräume des Gebäudes zeichnen sich durch natürliche Belichtung aus, was sicherlich zu einer angenehmen Lernatmosphäre beitragen wird. Ein zentraler Boulevard wird die verschiedenen Bereiche und Baukörper über drei Geschosse miteinander verbinden.

Die Bundesimmobiliengesellschaft BIG investiert stolze 33 Millionen Euro in diesen zukunftsweisenden Neubau. Doch nicht nur die Finanzierung ist beeindruckend, auch die Bauweise selbst hat es in sich. Der Holzskelett-Hybridbau ist so konzipiert, dass er einen hohen Vorfertigungsgrad aufweist, was eine zügige Errichtung ermöglicht. Das Baukastensystem sorgt zudem für eine langlebige, flexible und erweiterbare Struktur, die den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft Rechnung trägt. Solche innovativen Ansätze sind in der Bauindustrie mehr als notwendig, denn sie könnten dazu beitragen, die etwa 40% der energiebedingten CO2-Emissionen, die von der Bauwirtschaft verursacht werden, signifikant zu reduzieren.

Kreislaufwirtschaft im Holzbau

Um die Emissionen weiter zu senken, ist eine nachhaltige Ressourcennutzung unabdingbar. Das Forschungsprojekt circularWOOD untersucht genau diese Prinzipien im modernen Holzbau. Die Herausforderungen sind vielfältig: Technische, konstruktive und logistische Fragen müssen geklärt werden. Doch die Bemühungen der Technischen Universität München (TUM) und der Hochschule Luzern (CCTP) zeigen, dass es möglich ist, hochwertige stoffliche Nachnutzung zu realisieren.

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Ein zentraler Aspekt der Kreislaufwirtschaft ist die lange Verweildauer von Baustoffen im Stoffkreislauf. Hierzu werden Literaturrecherchen, Stakeholderanalysen und Fallstudien durchgeführt, um die Potenziale der Holzbaubranche zu identifizieren. Die Erkenntnisse aus diesen Projekten könnten Entscheidungsträger:innen in der Bau- und Planungspraxis unterstützen und die Skalierung der Kreislauffähigkeit im Holzbau fördern.

Es ist klar, dass die Zukunft des Bauens in einer harmonischen Verbindung von Ästhetik, Funktionalität und Umweltbewusstsein liegt. Die neue Schule in Floridsdorf könnte ein leuchtendes Beispiel für diese neue Ära des Bauens werden, in der Holz nicht nur ein Baustoff, sondern auch ein Symbol für nachhaltige Entwicklung ist. Die Vorfreude auf diesen innovativen Bau wächst – die Schüler:innen von morgen werden in einer Umgebung lernen, die sowohl ihre Kreativität beflügelt als auch die Umwelt schont.