Die Stadt Wien hat sich einmal mehr auf die Fahnen geschrieben, ein sicheres und unterstützendes Umfeld für alle Bürger zu schaffen. Mit dem Projekt „Awareness im öffentlichen Raum“ startet nun bereits die sechste Saison, die sich um die Sicherheit und das Wohlbefinden der Menschen in der Stadt kümmert. Dabei sind drei mobile Awareness-Teams unterwegs, die an stark frequentierten Orten in Wien präsent sind. Und das nicht nur an Wochentagen, sondern auch in den Wochenend-Nächten, wenn die Stadt pulsiert.

Diese Teams stehen für Fragen und Anliegen zur Verfügung und bieten Unterstützung, wo immer es nötig ist. Ob es um Entlastungsgespräche, Verweisberatung oder Hilfe bei sexualisierter Gewalt sowie rassistischen und queerfeindlichen Übergriffen geht – hier wird nicht weggeschaut. Auch kleinere Verletzungen oder verlorene Gegenstände können gemeldet werden. Die Teams sind gut geschult in Deeskalation, Kommunikation, Antidiskriminierung und der Unterstützung von Betroffenen, was in den letzten Jahren besonders wichtig geworden ist.

Von 19 bis 4 Uhr im Einsatz

Die Einsatzzeiten der Teams sind von diesem Wochenende bis zum 20. September festgelegt. An Wochenenden und in den Nächten vor Feiertagen sind sie von 19 bis 4 Uhr aktiv. Außerdem verteilen sie nützliche Dinge wie Müllsäcke, FFP2-Masken, Infomaterial, Wasser, Hygieneartikel und Ohrstöpsel. Wer Hilfe braucht, kann sich kostenfrei telefonisch unter 0800 99 91 92 melden oder via WhatsApp, Signal, Telegram oder SMS unter +43 677 641 002 05.

Diese Initiative ist nicht nur ein Zeichen für die Solidarität der Stadtbevölkerung, sondern auch ein wichtiges Puzzlestück im Kampf gegen Diskriminierung und Gewalt. In einer Zeit, in der der öffentliche Raum oft als unsicher empfunden wird, setzen die Awareness-Teams ein klares Zeichen: Jeder hat das Recht, sich sicher und respektiert zu fühlen.

Schutzkonzepte für mehr Sicherheit

<pZudem ist es wichtig zu erwähnen, dass Organisationen wie das Netzwerk Courage (NDC) ebenfalls aktiv daran arbeiten, betroffene Personen von sexualisierter Diskriminierung und Gewalt zu unterstützen. Sie haben eigene Schutzkonzepte entwickelt, die ein klares Verständnis von sexualisierter Diskriminierung beinhalten und rechtliche Hinweise sowie Ansprechpersonen für Vorfälle bereitstellen. Der NDC Kodex, eine bundesweite und verbindliche Vereinbarung, sorgt dafür, dass alle aktiven Personen sich mit den Themen auseinandersetzen und Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

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Diese verbindlichen Regelungen sind nicht nur ein Schutz für die Betroffenen, sondern auch eine Art von Selbstverpflichtung. Sie fördern Zivilgesellschaftliches Engagement und ermutigen zu couragiertem Handeln gegen menschenverachtende Einstellungen. Ein respektvoller Umgang miteinander und die Achtung der Bedürfnisse anderer stehen dabei im Vordergrund.

Insgesamt zeigt sich, dass Wien mit den Awareness-Teams und den unterstützenden Konzepten des NDC auf einem guten Weg ist, eine inklusive und sichere Stadt für alle zu schaffen. Der Sommer kann kommen – mit mehr Sicherheit und einem offenen Ohr für die Anliegen der Menschen.