Am vergangenen Donnerstag fand in der Wiener Brunnenpassage die Verleihung des „Bock Preises“ statt. Dieser besondere Preis ehrt Personen, die sich ehrenamtlich für ein besseres Miteinander in Österreich einsetzen. Bei der diesjährigen Zeremonie wurden vier bemerkenswerte Preisträger ausgezeichnet, die durch ihre vielfältigen Engagements beeindrucken. Die Preisträger sind Aziz Mohammadi und Ibrahim Rasool aus Afghanistan, Hamdi Abdullahi Hassan aus Somalia sowie der 82-jährige Oleg Cherednychenko aus der Ukraine.

Der Bock Preis wurde 2019 ins Leben gerufen, um das Andenken an die Flüchtlingshelferin Ute Bock zu ehren. Alfred Fogarassy, der Initiator und Stifter des Preises, betont die Bedeutung, die Sichtbarkeit des individuellen Einsatzes von Menschen zu fördern. Dies geschieht in einer Zeit, in der ehrenamtliches Engagement mehr denn je als tragende Leistung in der Gesellschaft anerkannt werden sollte.

Die Preisträger im Detail

  • Aziz Mohammadi: Seit 2016 engagiert er sich im Verein „you-are-welcome“ und hat dort organisatorische Aufgaben sowie die Projektkoordination übernommen.
  • Ibrahim Rasool: Er kam 2022 nach Österreich und ist als Trainer für die Frauenteams beim SK Austria Klagenfurt aktiv. Zudem beteiligt er sich an Hilfsaktionen und Informationsarbeit.
  • Hamdi Abdullahi Hassan: Diese Dolmetscherin und Journalistin, die 2015 nach Österreich kam, arbeitet für verschiedene Organisationen und engagiert sich in Medienprojekten zu gesellschaftlichen Themen.
  • Oleg Cherednychenko: Nach seiner Flucht aus der Ukraine im Jahr 2022 unterstützt er den Verein „PCs für alle“, wo er sich um die Aufbereitung und Weitergabe gespendeter Geräte kümmert.

Jeder Preisträger erhielt ein Preisgeld von 600 Euro, das von der Fogarassy Privatstiftung gestiftet wurde. Die Verleihung fand mit etwa 120 Gästen statt, die die oft unbeachteten, aber unverzichtbaren ehrenamtlichen Tätigkeiten würdigten. Ein Gruppenbild der Beteiligten bildete den feierlichen Abschluss der Veranstaltung.

Ehrenamtliches Engagement in Österreich

Das ehrenamtliche Engagement hat sich in Österreich von punktueller Unterstützung zu kontinuierlichen Aufgaben mit klaren Verantwortungsbereichen entwickelt. Viele österreichische Hilfsorganisationen bieten Möglichkeiten zur freiwilligen Mitarbeit, wobei die Stabilität, die diese Mitarbeit für Organisationen mit sich bringt, nicht zu unterschätzen ist.

Interessierte können sich auf verschiedenen Plattformen über Möglichkeiten zur Freiwilligenarbeit informieren. So bietet das Österreichische Rote Kreuz beispielsweise das Projekt „Team Österreich“ an, das freiwillige Nachbarschaftshelfer bei Not- und Katastrophenfällen organisiert. Wer sich engagieren möchte, kann sich auch über das Freiwilligenweb informieren oder den Österreichischen Freiwilligenpass beantragen, der die geleistete Arbeit dokumentiert.

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Das Engagement der Preisträger und vieler anderer zeigt, wie wichtig es ist, die ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen und zu würdigen, um eine starke Gemeinschaft zu fördern. Die Bock Preis-Verleihung stellt dabei einen wichtigen Schritt dar, um das Bewusstsein für diesen wertvollen Beitrag zu schärfen und die Geschichten derjenigen zu erzählen, die sich unermüdlich für das Wohl anderer einsetzen. Weitere Informationen zu Möglichkeiten der freiwilligen Mitarbeit sind auf keymedia.at zu finden.