In Wien-Penzing sorgt eine anstehende Änderung der Öffnungszeiten im Familienbad Reinlgasse für Aufregung. Ab 2026 wird das beliebte Bad, das an der Grenze zwischen dem 14. und 15. Bezirk liegt und besonders bei Familien mit kleinen Kindern geschätzt wird, erst ab 13 Uhr öffnen. Das klingt nach einer kleinen Umstellung, hat aber große Auswirkungen auf die Familien, die gerne die Vormittagsstunden zum Schwimmen nutzen. Die Stadt Wien hat diese Entscheidung im Rahmen ihres Sparkurses getroffen, um die Kosten zu senken und die Bäder offen zu halten, jedoch bis zum 3. Juli 2026. Es bleibt spannend, wie sich diese Maßnahme auf die Besucherzahlen auswirken wird.

Die ÖVP in Penzing und Rudolfsheim-Fünfhaus hat bereits Anträge in den Bezirksvertretungen eingebracht, um die Rücknahme dieser Einschränkungen zu fordern. Die Kritik an den Kürzungen ist laut und deutlich, denn die Stunden, die nun wegfallen, sind genau die, die für Familien mit kleinen Kindern attraktiv sind. Besonders bei den aktuellen Besuchszahlen, die für 2025 bei rund 19.479 Gästen lagen, ist eine Reduzierung der Öffnungszeiten ein sensibles Thema. Im Mai 2026 sah es mit nur etwa 100 Besuchern bereits mau aus. Hier stellt sich die Frage, ob die neue Regelung wirklich im Sinne der Familien ist.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Öffnungszeiten des Familienbads Reinlgasse sind von 2. Mai bis 13. September 2026 festgelegt. Vom 16. Mai bis 3. Juli wird das Bad täglich von 13:00 bis 19:30 Uhr geöffnet sein. Ab dem 4. Juli bis zum 31. August können sich die Badegäste dann auf die gewohnten Zeiten von 10:00 bis 19:30 Uhr freuen – mit einer Ausnahme für das Familienbad Augarten, das im August nur bis 19:00 Uhr öffnet. Ein kleiner Hinweis für alle, die gerne einen längeren Aufenthalt planen: Kassaschluss ist eine halbe Stunde vor Badeschluss und bei Schlechtwetter kann das Bad ab 15:00 Uhr schließen.

Was die Eintrittspreise angeht, bleibt es für Kinder, die zwischen 2012 und 2026 geboren wurden, weiterhin kostenlos. Erwachsene zahlen einen Betrag von 4,60 Euro. Diese Preise sind für viele Familien sicherlich ein willkommener Anreiz, das Bad zu besuchen, auch wenn die neuen Öffnungszeiten eine Herausforderung darstellen.

Budget und Einsparungen

Ein zentraler Punkt in der Diskussion ist der angespannten Budgetrahmen, den die Stadt Wien aufweist. Um alle 38 Bäderstandorte trotz der Sparmaßnahmen offen zu halten, wurden Einsparungen in Höhe von rund 285.000 Euro beschlossen. Davon entfallen etwa 25.000 Euro auf das Familienbad Reinlgasse. Es ist schade, dass keine Ausnahme für stark genutzte Standorte vorgesehen ist, denn die Bedürfnisse der Familien scheinen in dieser Rechnung nicht ausreichend berücksichtigt zu werden. Die neue Regelung könnte die Attraktivität des Bades weiter beeinträchtigen, zumal viele Kinder während der Schulzeit nicht die Möglichkeit haben, die kürzeren Öffnungszeiten zu nutzen.

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Die Diskussion über die Familienbäder könnte nach der Badesaison 2026 weitergeführt werden, wobei die Erfahrungen aus dem Sommer in zukünftige Planungen einfließen sollen. Es bleibt abzuwarten, wie die Stadt Wien auf die Rückmeldungen der Bürger reagiert und ob es Änderungen geben wird, die auf die Bedürfnisse der Familien eingehen. Der Sommer ist noch jung, und vielleicht gibt es noch Raum für Verbesserungen!