Bezirksmuseum Penzing: Ein Ort der Geschichte und Entdeckung
Das Bezirksmuseum Penzing, das größte seiner Art in Wien, ist ein wahres Schätzchen für alle Geschichtsinteressierten. Mit einer beeindruckenden Fläche von 800 m² und 25 – oder sind es vielleicht doch 28? – Ausstellungsräumen hat es jede Menge zu bieten. Seit einem Jahr leitet die engagierte Ina Gehbauer das Museum. Sie hat einen bunten Hintergrund: Ehemalige Volksschullehrerin, Psychologin und jetzt Museumsleiterin! Nach ihrer Pensionierung im Jahr 2020 hat sie ein Studium am Postgraduate Center der Universität Wien begonnen und sich dann spontan um die Leitung des Museums beworben, als die Stelle frei wurde. Man könnte sagen, sie hat sich ins kalte Wasser geworfen und es hat sich gelohnt!
Die erste Begegnung mit dem Penzinger Museum hatte Gehbauer vor etwa eineinhalb Jahren bei einer Ausstellung über „altes Handwerk“. Danach war sie sofort begeistert und wollte mitmachen. Ihre erste Maßnahme als Leiterin war eine Ausstellung, die sich mit den Jahren 1945 bis 1955 befasste. Und das war nur der Anfang! Im vergangenen Jahr wurden zahlreiche Veranstaltungen organisiert, und gleich fünf neue Mitarbeiter traten dem Team bei, darunter auch zwei junge Talente. Derzeit laufen drei Sonderausstellungen, die die Besucher in die Vergangenheit entführen. Ein Highlight ist die vollständig eingerichtete Greißlerei, die zwar nicht aus Penzing stammt, aber mit alten Dosen, Schächtelchen und Haushaltsgegenständen begeistert.
Einblicke in die Sammlung
Eine kuriose Attraktion im Museum ist die sogenannte Grußhand. Diese wurde früher bei Sitzungen verwendet, um verspätete Teilnehmer zu begrüßen. Gehbauer hat ein feines Gespür für die Schätze, die Penzing zu bieten hat. Besonders stolz ist sie auf die Sammlung von Fingerhüten aus der einzigen Fingerhutfabrik Österreichs, die einst in Penzing war. Die Handschuhwerkstatt im Museum ist ihr persönlicher Lieblingsort – hier kann man förmlich die Geschichte spüren!
Ina Gehbauer hat große Pläne für die Zukunft des Museums. Ein besonderes Projekt ist das „Frauenzimmer“, das den bemerkenswerten Frauen gewidmet ist, die die Geschichte des Bezirks geprägt haben. Dazu zählt auch Johanna Dohnal, die erste Frauenministerin Österreichs. Gehbauer plant außerdem eine Sonderausstellung über „Wasser in Penzing“ und möchte die Veranstaltungen im Museumshof mit Konzerten bereichern. Ein Flohmarkt mit doppelten Stücken und historischen Büchern ist für September geplant – das klingt doch nach einem tollen Event!
Die Vision der neuen Leiterin
Die Öffnungszeiten des Museums sind mittwochs von 17 bis 19 Uhr und sonntags von 10 bis 13 Uhr. Am 7. September öffnet das Museum nach den Sommerferien wieder regulär seine Türen. Gehbauer sieht ihre Arbeit langfristig an und plant, bis ans Lebensende dort zu arbeiten. Sie möchte Geschichte lebendig machen und die Besucher in vergangene Zeiten eintauchen lassen. Das Archiv des Museums wird derzeit neu geordnet, unterstützt von der Stadt Wien – ein wichtiger Schritt zur weiteren Verbesserung des Museums.
Ein wenig stolz ist sie auch auf den ländlichen Charakter von Penzing, den sie vehement verteidigt. Es sei alles andere als langweilig hier, ganz im Gegenteil! Die Vielfalt der Veranstaltungen und Ausstellungen zeigt, dass das Bezirksmuseum Penzing nicht nur ein Ort der Aufbewahrung von Geschichte ist, sondern ein lebendiger Raum für Austausch und Entdeckung. Vielleicht ist es an der Zeit, dem Museum einen Besuch abzustatten und sich selbst von den Geschichten und Schätzen des Bezirks verzaubern zu lassen.
Für weitere Informationen über das Bezirksmuseum Penzing und die aktuellen Ausstellungen besuchen Sie bitte die [Quelle](https://kurier.at/chronik/wien/groesstes-bezirksmuseum-wiens-penzing/403169059).
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