Am 3. Juli 2026 war es endlich so weit: Penzing feierte seinen ersten Sommerball im malerischen Garten des Hauses Penzing. Die Veranstaltung, organisiert von den Häusern zum Leben Penzing und Gustav Klimt sowie den Pensionistinnenklubs für die Stadt Wien, hatte ein klares Ziel: Menschen zusammenbringen und das Miteinander im Grätzl stärken. Geschäftsführer Christian Hennefeind hob die Rolle der Häuser als Orte der Begegnung und Teilhabe hervor, während Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner den Zusammenhalt im Bezirk lobte. Trotz der hochsommerlichen Temperaturen war die Veranstaltung ein voller Erfolg.

Die schattigen Bäume im Garten sorgten für eine willkommene Abkühlung. Erfrischende Getränke und sommerliche Spezialitäten trugen dazu bei, dass die Gäste in Feierlaune kamen. Die Musik, eine Mischung aus Walzer, Foxtrott und anderen Rhythmen, zog die Gäste auf die Tanzfläche, und die festliche Garderobe verlieh dem Abend den Charme eines klassischen Wiener Balls. Auch kulinarische Köstlichkeiten und eine Tombola mit attraktiven Preisen waren Teil des Events, das in den Abendstunden mit ausgelassener Stimmung und vielen Begegnungen endete. Direktorin Alina Tarmann und Direktor Gerhard Schlachter sehen bereits jetzt Potenzial für eine Fortsetzung des Sommerballs als neue Tradition im Bezirk.

Ein weiteres Highlight: Der Concordia Ball

Nur wenige Wochen zuvor, am 22. Mai, fand im Wiener Rathaus der 126. Concordia Ball statt. Diese Veranstaltung feierte nicht nur die Tradition des Balls, sondern auch den freien Journalismus und den gesellschaftlichen Dialog. Petra Stuiber, Vizepräsidentin des Presseclub Concordia, betonte die Bedeutung des unabhängigen Journalismus für die Demokratie. Die Einnahmen des Balls kommen dem Rechtsdienst Journalismus zugute, der Journalist:innen juristisch unterstützt. Eine ganz besondere Note verlieh der Ball dem durch das Satiremedium Die Tagespresse gestalteten Ballspenden, die das Zeitgeschehen kommentierten.

Die festliche Eröffnung im Festsaal des Rathauses war ein Spektakel für sich. Das Komitee der Jungdamen und Jungherren tanzte den „Accelerationen-Walzer“ von Johann Strauss (Sohn). Lou Lorenz-Dittlbacher moderierte die Zeremonie, während die Wiener Comedian Harmonists ein weiteres Stück von Strauss präsentierten. Zu den Gästen zählten Vizebürgermeisterinnen, Botschafter, Chefredakteur:innen und Künstler:innen – ein wahres Who-is-Who der Wiener Gesellschaft!

Die Bedeutung des Walzers

Doch was wäre ein Ball ohne den Walzer? Ursprünglich sorgte dieser Paartanz für Irritation und moralische Entrüstung, wurde aber durch den Wiener Kongress 1814/15 salonfähig. Der berühmte Spruch „Der Kongress tanzt!“ entstand aufgrund der zahlreichen Bälle während dieser Zeit. Johann Strauss Vater, ein Meister des Walzers, komponierte 152 Stücke und begeisterte damit das Publikum in Wien und London. Das intime Vergnügen, das der Walzer in die Ballsäle brachte, ist bis heute ungebrochen.

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Die Einladung zum Tanz wird oft mit dem charmanten Satz „Darf ich bitten?“ ausgesprochen. Bei der Damenwahl fordern die Damen die Herren zum Tanzen auf – ein schöner Brauch, der bis heute gepflegt wird. Wer während seines Wien-Besuchs tanzen möchte, hat die Möglichkeit, Blitz-Kurse in der Tanzschule Rueff zu besuchen oder Unterricht in der Tanzschule Elmayer zu nehmen, die sich direkt neben den Stallungen der Spanischen Hofreitschule befindet.

Die beiden Veranstaltungen, der Sommerball in Penzing und der Concordia Ball im Rathaus, verdeutlichen einmal mehr die Bedeutung von Tanz und Begegnung in der Wiener Kultur. So bleibt Wien nicht nur eine Stadt der Musik, sondern auch ein Ort, an dem Gemeinschaft und Traditionen lebendig gehalten werden.

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