Heute ist der 30.05.2026, und wir befinden uns im charmanten 15. Wiener Bezirk, wo sich Heidingers Gasthaus befindet. Ingobert Könczöl und seine Frau Barbara Lass-Könczöl haben das traditionsreiche Lokal im Februar 2026 übernommen. Ein Ort, der nicht nur für seine köstlichen Speisen bekannt ist, sondern auch eine tiefe Verbindung zur Fußballgeschichte Wiens hat. Früher waren hier die Umkleidekabinen des Fußballvereins Rapid Wien untergebracht. Von 1903 bis 1911 kickte die Mannschaft direkt in der Nähe, entlang der Selzergasse. Man kann sich vorstellen, welche Geschichten diese Wände erzählen könnten!
Das Gasthaus hat eine lange Tradition, die bis ins Jahr 1984 zurückreicht, als Robert und Susanne Heidinger die Geschicke übernahmen. Über 40 Jahre lang haben sie das Lokal mit Herzblut geführt. Bald gehen sie in den wohlverdienten Ruhestand, aber nicht ohne ihre Anekdoten – oft waren es die Ehefrauen, die anriefen und nach ihren Männern suchten, die sich in das Gasthaus zurückgezogen hatten.
Ein neuer Wind weht durch das Gasthaus
Ingobert, gebürtiger Tiroler und aus einer gastronomisch aktiven Familie stammend, hat eine Ausbildung als Koch absolviert. Er bringt frischen Wind in die Küche und plant, auch Tiroler Spezialitäten auf die Karte zu setzen. Gerichte wie Zillertaler Ofenleber und ein „Wilder-Kaiser-Salat“ sollen bald das Angebot erweitern. Dennoch bleibt das Gasthaus seinen Wurzeln treu und bietet weiterhin traditionelle Gerichte wie das doppelt gebackene Gulasch und die beliebte Gansl-Saison an. Barbara, Juristin im Bildungsministerium, unterstützt ihren Mann abends im Gasthaus, nachdem sie tagsüber im Büro ist. Ein echtes Power-Paar!
Ein Vorfall, der die beiden kürzlich auf Trab hielt, ereignete sich, als Barbara plötzlich ins Gasthaus eilte, um ihrem Restaurantleiter nach einem Unfall zu helfen. Solche Momente zeigen, dass das Gasthaus nicht nur ein Ort des Essens, sondern auch ein Ort der Gemeinschaft und des Zusammenhalts ist.
Tradition trifft auf Innovation
Die Entscheidung, den Namen des Gasthauses beizubehalten, verdeutlicht den Respekt, den Ingobert und Barbara vor der Geschichte und den Traditionen des Lokals haben. In einer Zeit, in der viele Gasthäuser ihre Identität verlieren, ist dies eine erfrischende Abkehr. Hier wird nicht nur gegessen, hier wird gelebt – hier vermischen sich die Aromen der Vergangenheit mit den Ideen der Gegenwart.
Die Gansl-Saison ist ein echter Höhepunkt im Gasthaus und zieht viele Gäste an, die sich auf die deftigen Köstlichkeiten freuen. Das doppelt gebackene Gulasch erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit und ist ein echtes Must-Try für jeden Besucher. Mit dem neuen, tirolerischen Flair wird das Angebot sicherlich noch abwechslungsreicher und spannender.
Insgesamt ist Heidingers Gasthaus ein Ort, der Tradition und Innovation auf wunderbare Weise miteinander verbindet. Es ist ein Platz, an dem man nicht nur gut isst, sondern auch die Seele Wiens spürt. Wenn man durch die Türen tritt, wird man sofort von der warmen Atmosphäre und den köstlichen Gerüchen empfangen. Wer weiß, welche neuen Geschichten und Erlebnisse noch in diesen Wänden entstehen werden, während Ingobert und Barbara ihre eigene Handschrift in dieses traditionsreiche Gasthaus einbringen.
