Am Donnerstagabend erlebte die Wiener Stadthalle ein Spektakel der besonderen Art: Das Konzert von Nina Chuba war nicht nur ausverkauft, sondern markierte auch den Auftakt zu einer neuen Ära von Veranstaltungen in Wien. Es ist die erste große Veranstaltung, seit am 1. Juli 2023 die neuen Bestimmungen für Club- und Konzertveranstalter in Kraft traten. Diese Vorschriften verlangen von jedem Veranstalter, der mehr als 300 Personen in seine Räumlichkeiten einlädt, ein so genanntes Awareness-Konzept vorzulegen. Die Intention dahinter? Mehr Sicherheit und Respekt im Nachtleben – und das ist mehr als nur ein gutes Gefühl.

„Awareness“ bedeutet, sich der Grenzen anderer und der eigenen bewusst zu sein. Es geht darum, Diskriminierung, Belästigung und respektloses Verhalten zu bekämpfen. Eine Umfrage der Vienna Club Commission ergab, dass 65 % der Befragten im Wiener Nachtleben bereits Diskriminierung oder Übergriffe erlebt haben. Das sollte uns zu denken geben! Um dem entgegenzuwirken, wurden in den letzten Jahren Workshops zur Sensibilisierung durchgeführt, die das Bewusstsein für solche Themen stärken sollen. Diese Initiative ist nicht nur lokal, sondern sendet auch ein starkes internationales Zeichen über die Grenzen Wiens hinaus.

Neue Bestimmungen für mehr Sicherheit

Die neuen Vorschriften beinhalten die Benennung von mindestens zwölf Awareness-Beauftragten pro Veranstaltung, die sowohl telefonisch erreichbar als auch an spezifischen Punkten in der Stadthalle ansprechbar sind. Diese Beauftragten haben eine umfassende Schulung in drei Modulen durchlaufen, um im Ernstfall Unterstützung bieten zu können – sei es bei Panikattacken oder kleineren Problemen. Bei dem Konzert von Nina Chuba arbeiteten die Veranstalter Cute Concerts und die Stadthalle Hand in Hand, um sicherzustellen, dass alle Besucher sich wohl und respektiert fühlen. Ein durch und durch positives Konzept!

Und das ist noch nicht alles. Der Frauenservice der Stadt Wien hat dazu beigetragen, die Perspektive von Frauen in diese Verordnung einzubringen, was die Wichtigkeit der Thematik noch einmal unterstreicht. Die Awareness-Konzepte sind im gesamten deutschsprachigen Raum zunehmend gefragt und werden sogar teilweise als Bedingung für Auftritte von Künstlern gefordert. Man fragt sich, warum das nicht schon früher der Fall war, oder? In Wien wird die Umsetzung dieser Konzepte weiterhin unterstützt, insbesondere bei Veranstaltern, die nicht aus der Stadt kommen und oft nicht mit den neuen Regelungen vertraut sind.

Workshops und Schulungen für alle

Wenn du dich für das Thema interessierst, gibt es auch zahlreiche Workshop-Angebote in Wien. Diese richten sich nicht nur an Veranstalter, sondern auch an all jene, die sich für ein respektvolles Miteinander im Nachtleben einsetzen möchten. Die Vienna Club Commission bietet verschiedene Schulungen an, beispielsweise zu den Awareness Basics für den Alltag, die eine tolle Einführung in das Thema bieten.

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Ein weiteres spannendes Angebot ist der Workshop „Sicherheit? Emanzipatorische Sicherheit!“, der sich mit der Gestaltung einer sichereren Stadt auseinandersetzt. Diese Workshops sind kostenlos und richten sich an alle Interessierten. Das Engagement der Stadt für Themen wie Sicherheit und Respekt ist ermutigend und zeigt, dass hier ernsthaft an einem besseren Nachtleben gearbeitet wird.

Wer sich intensiver mit dem Thema befassen möchte, kann an speziellen Schulungen für Personen teilnehmen, die in der Awareness-Arbeit aktiv werden wollen. Hier wird Praxiswissen vermittelt und auf erste Schichten vorbereitet. Die Stadt Wien setzt also auf eine umfassende Ausbildung, um ein respektvolles und sicheres Feiern zu fördern.

Ein weiterer interessanter Punkt ist das Projekt „Neighbourhoods for All“, das die Sensibilisierung von Clubarbeitern am Wiener Gürtel unterstützt. Die Stadt verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber sexueller Belästigung und Übergriffen – ein starkes Signal, das hoffentlich auch andere Städte inspiriert.

Insgesamt zeigt sich, dass Wien auf einem guten Weg ist, ein sichereres und respektvolleres Nachtleben zu schaffen. Und das ist doch ein Grund zum Feiern!

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