Im Kloster der Franziskanerinnen der Schmerzhaften Mutter in Wien-Simmering lebt eine ukrainische Flüchtlingsfamilie, die in einem Podcast mit dem Titel „Orden on Air“ zu Wort kommt. Die Familie Netrylov, bestehend aus Maksym, seiner Frau Elena, ihren drei Töchtern – Mascha, Sascha und Polina – sowie den Großeltern, hat seit vier Jahren ihr Zuhause in diesem Kloster gefunden. Ursprünglich als vorübergehende Unterkunft nach dem russischen Angriff auf die Ukraine im Jahr 2022 gedacht, ist das Kloster inzwischen zu einem dauerhaften Zuhause für die Familie geworden.

Die Umstände sind nicht einfach: Zehn Personen teilen sich drei Zimmer. Auch die Schwägerin, die mit ihren zwei Kindern einst dazustoß, hatte eine Zeitlang hier gelebt, ist aber inzwischen wieder in die Ukraine zurückgekehrt. Die Herausforderungen waren von Anfang an groß, wobei die Sprachbarriere eine der größten Hürden darstellte. Die Familie sprach kein Deutsch, doch mittlerweile haben sich die Kinder in Wien eingelebt und berichten im Podcast sogar auf Deutsch von ihren Erlebnissen und Lieblingsbeschäftigungen.

Wachsende Unterstützung und Integration

Maksym arbeitet seit vier Monaten als Reiniger und Techniker, während Elena im klostereigenen Kindergarten tätig ist. Von einer anfänglichen Unterstützung haben sie sich zu selbstverantwortlichen Mitgliedern der Gemeinschaft entwickelt. Maksym betont, dass ihre Heimat die Ukraine ist, während die Kinder in Wien Freunde gefunden haben und gerne bleiben möchten. Ihr nächstes Ziel ist die Rot-Weiß-Rot-Karte, um ihre Zukunft in Österreich zu sichern. Ein Lichtblick: Die Pfarre hat eine eigene Wohnung für die Familie gefunden, was ihnen mehr Privatsphäre gibt, aber die Nähe zu den Schwestern bleibt für sie wichtig.

Österreichs katholische Ordensgemeinschaften haben sich seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs stark engagiert, um Flüchtlingen zu helfen. Aktuell stehen rund 1.000 Plätze in Klöstern und Gemeinschaften zur Verfügung, und weitere werden laufend vorbereitet. Generalsekretärin Sr. Christine Rod berichtet von einem beeindruckenden Einsatz zur Unterstützung von geflüchteten Menschen, der von Lebensmittel- und Sachspenden über finanzielle Hilfe bis hin zur Aufnahme und Unterstützung vor Ort reicht. In vielen Kirchen werden Lichter für den Frieden angezündet, und es gibt zahlreiche Kooperationen mit Hilfsorganisationen wie Caritas und dem Roten Kreuz.

Integration und Unterstützung durch den ÖIF

Für geflüchtete Menschen in Österreich ist der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) eine wichtige Anlaufstelle. Er bietet Integrationszentren in allen Landeshauptstädten an und stellt gesetzlich vorgeschriebene Leistungen bereit, darunter Orientierungsberatungen und Deutschkurse. Zusätzlich gibt es weiterführende Angebote, die die Integration erleichtern sollen. Die Frauenzentren in Wien und Graz bieten spezielle Unterstützung für Frauen mit Migrationsgeschichte an. All diese Maßnahmen sind Teil eines großen Netzwerks, das darauf abzielt, Menschen, die vor Krieg und Verfolgung geflohen sind, eine neue Heimat zu bieten.

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Die Geschichten der Netrylov-Familie und anderer Flüchtlinge sind Teil eines größeren Bildes. Sie zeigen, wie wichtig Solidarität und Unterstützung in Zeiten der Not sind. Der Podcast „Orden on Air“ gewährt Einblicke in diese Lebensrealitäten und erinnert uns daran, wie wertvoll menschliche Nähe und Gemeinschaft sind.

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