Heute ist der 22.04.2026 und die Vorfreude auf die Sommersaison in Wien steigt. Am 2. Mai öffnen die 30 Frei-, Kombi- und Familienbäder der Stadt ihre Pforten. Unter der Leitung von Klima- und Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) wurden einige spannende Neuerungen vorgestellt, die nicht nur die Badeerfahrung verbessern, sondern auch auf die steigenden Besucherzahlen reagieren sollen.
Ein zentrales Ziel der diesjährigen Saison ist die Verkürzung der Wartezeiten sowie die Erweiterung des Ticketangebots. Um diese Ziele zu erreichen, wurden die Ticketpreise bereits am 1. Januar um 6,37 Prozent erhöht – eine Anpassung, die nicht ohne Diskussionen blieb. Dennoch zeigt sich der Stadtrat optimistisch, dass diese Maßnahmen zusammen mit den umfangreichen Sanierungsarbeiten die Attraktivität der Wiener Bäder erhöhen werden.
Sanierungen und neue Angebote
Ein Highlight sind die erneuerten Wasserrutschen in den Freibädern Ottakring, Döbling und Großfeldsiedlung, die besonders bei den jüngeren Badegästen für Freude sorgen werden. Auch das Bezirkshallenbad in Hietzing wird bis Herbst 2027 saniert, während die Schwimmhalle in Döbling voraussichtlich im Herbst 2026 wiedereröffnet wird.
Ab dem 3. Juli beginnen umfangreiche Sanierungsarbeiten im Jörgerbad, und die Trainingshallen im Simmeringer und Großfeldsiedlungsbad sind bereits fertiggestellt. Eine neue Schwimmhalle im Höpflerbad ist im Bau, und weitere Schwimmhallen sind für das Laaerbergbad und die Seestadt Aspern geplant. Diese Entwicklungen sind Teil einer umfassenden „Bäderstrategie 2030“, die in den letzten Jahren bereits erfolgreich umgesetzt wurde.
Für Sicherheit und Nachhaltigkeit sorgen
Ein weiterer wichtiger Aspekt der diesjährigen Saison ist die Sicherheit der Badegäste. Gemeinsam mit dem Frauenservice wurde ein „Code of Conduct“ zur Bekämpfung von Belästigungen erstellt. Klare Abläufe zur Meldung und Bearbeitung von Vorfällen sowie Ansprechpersonen sind festgelegt. Zudem wird eine Null-Toleranz-Politik gegenüber sexuellen Belästigungen eingeführt, mit Sanktionen, die ein unbefristetes Haus- und Badeverbot umfassen.
Die Wiener Bäder setzen auch auf Klimaschutzmaßnahmen zur Senkung von Energie- und Betriebskosten. Geplante Maßnahmen umfassen den Einsatz von Wärmepumpen, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen, sowie die Umstellung auf LED-Beleuchtung und moderne Warmwasseraufbereitung. Durch diese Maßnahmen erwartet die Stadt Einsparungen von rund 2,3 Millionen Euro.
Besucherzahlen und Ausblick
Die Besucherzahlen der Wiener Bäder sind in den letzten Jahren stark schwankend gewesen. 2024 verzeichnete man wetterbedingt 22,6 Prozent weniger Gäste im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch gab es im Juni 2024 einen starken Anstieg, und die 1-Millionen-Besucher-Marke wurde überschritten. Trotz eines wechselhaften Julis, der zu einem Rückgang führte, bleibt die Gesamtbesucherzahl von 2024 mit 2.253.201 eine beeindruckende Bilanz.
Für die kommenden Monate wird mit einer positiven Entwicklung gerechnet, nicht zuletzt dank der neuen Angebote und der verbesserten Infrastruktur. Die Eröffnung der neuen Schwimmhalle im Simmeringer Bad mit modernen Einrichtungen und einem Sportbecken von 25 x 12,5 Metern wird zudem neue Anreize bieten. Auch das Floridsdorfer Bad wird nach 15 Monaten Renovierung im Oktober wieder seine Türen öffnen.
Die Wiener Bäder sind nicht nur ein Ort der Erholung und Abkühlung während der Sommerhitze, sondern auch ein wichtiger Teil der urbanen Lebensqualität. Die Kombination aus Sanierung, neuen Angeboten und einem klaren Fokus auf Sicherheit und Nachhaltigkeit macht die Wiener Bäder zu einem attraktiven Ziel für alle. Weitere Informationen finden Sie in der ausführlichen Quelle.