Im Herzen von Währing, genauer gesagt in der Schulgasse 38, wird derzeit mit Hochdruck an einem neuen Betreuungsraum im Momo-Kinderpalliativzentrum gearbeitet. Die Vorfreude ist groß, denn dieser Raum soll schwerstkranken Kindern einen Rückzugsort bieten, der auf ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist. Um dieses spannende Projekt gebührend zu feiern, fand ein Baustellenfrühstück statt, bei dem die Erweiterung des Kindertageshospizes präsentiert wurde. Es war ein lebhaftes Treffen, voller Hoffnung und Gemeinschaftsgeist.

Das Momo-Kinderpalliativzentrum ist seit 2013 ein wichtiger Anlaufpunkt für betroffene Familien. Hier wird nicht nur medizinische Versorgung geboten, sondern auch Pflege, psychologische Betreuung und sozialarbeiterische Begleitung. Physio- und musiktherapeutische Behandlungen runden das Angebot ab, und nicht zu vergessen die ehrenamtliche Hospizbegleitung, die vielen Familien eine wichtige Unterstützung bietet. Neu seit 2023 ist die mobile Begleitung durch das Kindertageshospiz im Momo-ZeitRaum, was die Flexibilität und Reichweite der Hilfe noch weiter erhöht.

Der neue Rückzugsraum

Der neue Rückzugsraum wird direkt an das bestehende Tageshospiz angeschlossen und bietet offene Bereiche mit Rückzugsnischen sowie mobilen Wänden. So können die Kinder und ihre Familien den Raum nach ihren Bedürfnissen gestalten. Die Baustelle erstreckt sich über zwei Geschosse: Das Obergeschoss wird für den Rückzugsbereich genutzt, während im Untergeschoss Besprechungsräume und Fortbildungseinheiten geplant sind. Diese neuen Räumlichkeiten sind nicht nur eine bauliche Erweiterung, sondern stellen einen bedeutenden Schritt in der Weiterentwicklung der Betreuung von schwerstkranken Kindern dar.

Ein wichtiger Punkt ist, dass das Kinderpalliativzentrum auf Spenden angewiesen ist, um die kostenfreien Angebote für die Familien zu finanzieren. Alle Dienstleistungen des Tageshospizes werden ausschließlich durch Spenden ermöglicht, was die Bedeutung von Unterstützung durch die Gemeinschaft noch einmal unterstreicht. Es ist eine Erinnerung daran, wie wichtig Solidarität in schwierigen Zeiten ist.

Die Bedeutung der palliativen Versorgung

Die Herausforderungen, denen sich die Familien gegenübersehen, sind enorm. Bei der häuslichen Betreuung eines jungen Menschen übernehmen Kinderärzte und ambulante (Kinder-)pflegedienste die palliative Grundversorgung. Diese umfasst nicht nur medizinische Betreuung, sondern auch die Steuerung der medikamentösen Therapie sowie die Linderung von Schmerzen und anderen Symptomen. Psychosoziale Unterstützung ist dabei unerlässlich. Wenn sich der Gesundheitszustand verschlechtert, wird die allgemeine ambulante Palliativversorgung (AAPV) in Anspruch genommen, oft durch Kinderärzte, die auch Hausbesuche machen.

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Die spezialisierten Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) bieten eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten und Sozialarbeitern. Hier wird den Familien eine umfassende Unterstützung zuteil, die über die rein medizinische Versorgung hinausgeht. In vielen Fällen erhalten die Familien auch Unterstützung von ambulanten Hospizdiensten, die unheilbar erkrankte Kinder und Jugendliche sowie deren Angehörige begleiten. Diese Dienste sind kostenlos und bieten wertvolle Entlastung im Alltag.

Der neue Rückzugsraum im Momo-Kinderpalliativzentrum wird somit nicht nur ein Ort des Rückzugs, sondern auch ein Symbol für die Stärke und den Zusammenhalt in der Gemeinschaft. Es ist ein Ort, an dem Hoffnung, Unterstützung und Liebe zusammenkommen, um den betroffenen Familien in ihrer schweren Zeit beizustehen. Die Entwicklungen hier sind ein Lichtblick und ein Schritt in die richtige Richtung.

Für weitere Informationen zu den Angeboten der palliativen Versorgung bei Kindern kann die Webseite der Deutschen Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin e.V. besucht werden. Diese bietet einen Überblick über die verschiedenen Unterstützungsangebote und die spezialisierten Einrichtungen.

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