Willkommen in der faszinierenden Welt der Bäckereien, wo Tradition auf soziale Verantwortung trifft. In Wien, einer Stadt, die für ihre Kaffeehauskultur berühmt ist, befindet sich ein ganz besonderes Café: Die Vollpension. Gegründet im Jahr 2012, begann alles als Pop-up in einer alten Schneiderei im Stadtteil Wieden. Heute ist es weit mehr als nur ein Ort für Kaffee und Kuchen – es ist ein sozial engagiertes Unternehmen, das über 60 Seniorinnen und Senioren beschäftigt. Diese bunte Truppe backt nicht nur köstliche Torten, sondern kämpft auch aktiv gegen Altersarmut und Einsamkeit.

Jeden Tag von 8 bis 20 Uhr (bzw. 18 Uhr am zweiten Standort) strömen die Besucher in die zwei Standorte der Vollpension: in der Schleifmühlgasse 16 und in der Johannesgasse 4A. Die gemütliche, fast nostalgische Einrichtung mit gardinenverhangenen Fenstern und wolkenweichen Sofas lädt dazu ein, sich wie bei der Großmutter zu fühlen. Und die Auswahl? Von der klassischen Sachertorte bis hin zu glutenfreien Mohn- und veganen Ribiseltorten ist für jeden etwas dabei. Was die Vollpension besonders macht, ist nicht nur die Qualität der Backwaren, die aus echten Familienrezepten stammen, sondern auch die Tatsache, dass jeder Kaffee und Kuchen neue Arbeitsplätze für ältere Menschen schafft. Eine echte Win-Win-Situation!

Ein sozialer Erfolg

Die Vollpension hat sich schnell einen Namen gemacht und wurde mittlerweile von TripAdvisor in die besten 10 % der Restaurants weltweit eingeordnet. Das ist ja schon mal was! Über 288.000 Personen über 65 Jahre in Österreich sind von Armut betroffen, und die Vollpension hat sich zum Ziel gesetzt, diesen Missstand zu bekämpfen. Hier arbeiten die Senior-Mitarbeiter in regulären Anstellungsverhältnissen und nicht als Freiwillige. Die Dienstälteste Bäckerin, „Frau Marianne“, ist seit der Eröffnung dabei und bringt mit ihren 81 Jahren nicht nur Erfahrung, sondern auch eine große Portion Lebensfreude mit.

Die Bäckerei bezieht ihre Zutaten von lokalen Produzenten und bereitet alles frisch zu. So findet man hier nicht nur traditionelle Mehlspeisen, sondern auch moderne Interpretationen von Klassikern. Auf die Frage, wo die Rezepte herkommen, muss niemand lange nachdenken: „Das sind alles Familienrezepte – keine industriellen Produkte!“ Die positive Resonanz der Besucher ist überwältigend, und viele loben die familiäre Atmosphäre, die einem das Gefühl gibt, zu Hause zu sein.

Internationale Leckereien

Doch die Vollpension ist nicht die einzige Bäckerei, die mit Herz und Seele arbeitet. Auf Mallorca, im Café Ca’n Joan de s’Aigo, wird seit über 300 Jahren das traditionelle Gebäck Cuarto serviert. Die Preise sind hier auch mehr als fair – ein Espresso für 1,70 Euro, ein Cuarto für 2 Euro und die berühmte Ensaïmada für 1,90 Euro. In Oslo hat Heidi Bjerkan eine Bäckerei in der Nationalbibliothek eröffnet, die norwegische Spezialitäten wie sveler und Zimtschnecken anbietet. In Berlin führt Anke Siebert die älteste familiengeführte Bäckerei der Stadt in der fünften Generation und bietet eine große Auswahl an Backwaren zu günstigen Preisen. Und in Rom, da gibt es „La Fiorentina 1942“, die mit toskanischen Spezialitäten aufwartet.

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In Lissabon ist das Pastel de Nata ein echtes Nationalheiligtum. Die Pastelaria Santo António hat sich auf diese süße Versuchung spezialisiert und bietet die frischesten Exemplare an. Man könnte denken, dass diese Vielfalt an Bäckereien und Cafés nur ein weiteres Kapitel in der Geschichte der europäischen Backkunst ist, doch es ist mehr. Es ist ein Zeichen für soziale Verantwortung, für die Wertschätzung älterer Generationen und für den Erhalt traditioneller Rezepte. Und das ist einfach nur großartig!