Heute ist der 10.05.2026 und in Wien-Wieden tut sich was Spannendes! Der KAESCH-Tauschkreis blüht auf und begeistert immer mehr Menschen. In einer Welt, in der alles schnell und teuer ist, setzt dieser Tauschkreis auf den geldlosen Austausch von Waren und Dienstleistungen. Das klingt interessant, oder? Man könnte sagen, es ist eine Art von Nachbarschaftshilfe, die uns alle näher zusammenbringt.
Regelmäßige Treffen der KAESCH-Gruppe fördern die Kreativität und den Austausch unter den Mitgliedern. Hier werden neue Tauschideen entwickelt, die das Angebot erweitern und die Gemeinschaft stärken. Und nicht zu vergessen: Am Dienstag, dem 19. Mai, findet der nächste KAESCH-Stammtisch von 18 bis 19:30 Uhr statt. Ein echtes Highlight, um Nachbarschaftlichkeit zu stärken und Talente zu entdecken! Egal, ob Reparieren, Backen oder Pflanzenpflege – hier findet jeder etwas, das er oder sie einbringen kann.
Vielfältige Tauschmöglichkeiten
Die KAESCH-Märkte sind ein weiterer wichtiger Bestandteil dieses Konzeptes und werden viermal jährlich veranstaltet. Bei diesen Märkten können Teilnehmer selbstgemachte Produkte und Dienstleistungen tauschen. Die nächsten Termine stehen fest: Am 19. Mai geht’s los, gefolgt vom Sommermarkt am 16. Juni, dem Herbstmarkt am 15. September und einem weiteren Markt am 20. Oktober. Auch im November und Dezember gibt es noch Gelegenheit zu tauschen. Der Wintermarkt findet am 15. Dezember 2026 statt.
Der Veranstaltungsort ist die „Zukunftshandlung“ in der Wiedner Hauptstraße 60b, 1040 Wien. Einladend und einladend, oder? Und für alle, die zum ersten Mal teilnehmen, gibt es sogar einen 15-KAESCH-Gutschein für den Einstieg ohne Verpflichtungen. So wird der Einstieg in diese spannende Tauschwelt ganz leicht!
Geschichte des Tauschens
Doch was steckt eigentlich hinter dem Konzept der Tauschkreise? Tauschsysteme, auch bekannt als Tauschring, ermöglichen den Austausch von Dienstleistungen und gelegentlich auch von Waren ohne gesetzliche Zahlungsmittel. Historisch betrachtet, gibt es bereits seit dem 17. Jahrhundert Versuche, solche Systeme zu etablieren. Besonders bemerkenswert ist Silvio Gesells „Die natürliche Wirtschaftsordnung“ aus dem Jahr 1911, die für viele als wichtigstes Werk gilt.
In den 1920er und 1930er Jahren wurden in Deutschland und Österreich Experimente mit Freigeld und Notgeld unternommen, wobei die Gründung von Wära in Erfurt und das berühmte Notgeld in Wörgl 1931 hervorstechen. Leider wurden diese innovativen Ansätze bald verboten, was die Entwicklung von Tauschsystemen stark einschränkte. Doch in den 1980ern, als die Arbeitslosigkeit in Vancouver Island, Kanada, anstieg, blühte der Tauschhandel auf. Michael Linton, der als Gründer moderner Tauschsysteme gilt, führte den „Green Dollar“ ein und gründete eine Tauschzentrale.
Moderne Ansätze und die KAESCH-Philosophie
Die KAESCH-Philosophie passt perfekt zu den modernen Ansätzen, die in Tauschsystemen verfolgt werden. Die sieben Kriterien für LETS (Local Exchange Trading System) betonen die Non-Profit-Natur, dass kein Bargeld verwendet wird und dass die Konten mit einem Null-Saldo beginnen. Es gibt keine Zinsen und keinen Zwang zum Kauf oder Verkauf. So wird ein freier Austausch ermöglicht, der nicht durch finanzielle Aspekte belastet wird.
Natürlich gibt es auch Kritik an Tauschringen, insbesondere bezüglich der Erfassung lebenswichtiger Bereiche wie Wohnen und Erwerbsarbeit. Dennoch erfreuen sich Tauschkreise großer Beliebtheit und bieten vielfältige Möglichkeiten der Nachbarschaftshilfe und des Warentauschs. Die KAESCH-Gruppe in Wien ist da ein hervorragendes Beispiel dafür, wie gemeinschaftliches Engagement und Kreativität eine lebendige Nachbarschaft schaffen können.
Für alle Interessierten: Wer mehr über die KAESCH-Gruppe erfahren möchte, kann sich telefonisch unter 01/5853390-18 oder per E-Mail an wieden@la21.wien wenden. Weitere Informationen gibt es auch auf der Website kaesch.at. Vielleicht ist ja auch für dich der Tauschkreis eine spannende Möglichkeit, deine Talente einzubringen und neue Bekanntschaften zu schließen!