Taubenplage vor der Paulanerkirche: Anrainer kämpfen gegen den Kotbelag
In Wien-Wieden sorgt eine Taubenplage für Unmut unter den Anrainerinnen und Anrainern der Paulanerkirche an der Wiedner Hauptstraße. Die Beschwerden häufen sich, da der Gehsteig vor der Kirche kaum noch benutzbar ist. Man muss regelrecht aufpassen, wo man hintretet – Taubenkot überall. Die Situation ist den zuständigen Behörden und der Bezirksvorstehung längst bekannt, doch anscheinend hapert es an einer Lösung.
Die Magistratsabteilung 49, die sich um Wildtiere kümmert, hat bereits bestätigt, dass das große Taubenaufkommen vor allem durch das Füttern dieser Vögel verursacht wird. Immer wieder werden Kontrollen durchgeführt, um die Menschen über die negativen Auswirkungen des Taubenvorfalls aufzuklären. Dabei ist es laut Wiener Reinhaltegesetz verboten, Futter auf Straßen mit öffentlichem Verkehr und öffentlich zugänglichen Flächen auszubringen. Hier ist die MA48 für den Vollzug zuständig.
Gespräche und geplante Maßnahmen
Bezirksvorsteherin Lea Halbwidl von der SPÖ hat sich bereits mit der Pfarre in Verbindung gesetzt, um über eine Reinigung des Gehwegs zu sprechen. Außerdem sind auch Maßnahmen zur Taubenabwehr in Planung. Dazu zählen beispielsweise Verspannungen über der Straße, auf denen sich die Tauben gerne niederlassen. Pfarrer Gerald Gump hat die Pläne bestätigt, doch die Umsetzung könnte teuer werden. Ein ungelöstes Problem bleibt das Füttern der Tauben durch Passanten, da dies auf öffentlichem Grund geschieht und schwer zu kontrollieren ist.
Halbwidl verweist auf erfolgreiche Maßnahmen am Südtiroler Platz, wo ein Maßnahmenpaket zur Taubenproblematik bereits greift. Jetzt wird geprüft, ob ähnliche Strategien auch an der Paulanerkirche umgesetzt werden können. Die Hoffnung ist, dass man damit die Situation merklich verbessert. Aber ob das tatsächlich klappt? Das bleibt abzuwarten.
Ein Blick über die Grenzen
Die Problematik der Tauben ist nicht nur ein lokales Phänomen. In Deutschland schätzt der Naturschutzbund NABU die Anzahl der Tauben auf etwa 620.000. Diese Stadttauben sind meist verwilderte Nachfahren von Haustauben und haben sich in den Städten eingenistet. Gerade in Städten wie München und Vilshofen gibt es ähnliche Herausforderungen. In Vilshofen berichtet Bürgermeister Florian Gams von einem hohen Aufwand zur Beseitigung von Taubenkot, und auch dort wurden schon verschiedene Vergrämungsmaßnahmen getestet.
Einige Städte setzen bereits auf innovative Ansätze, wie zum Beispiel Taubenhäuser, bei denen die Tauben von der Straße weggelockt werden sollen. In München werden jährlich zwischen 150 und 300 Tauben abgeschossen, was zeigt, wie ernst die Situation genommen wird. Zudem wird in einigen EU-Ländern ein Medikament zur Populationskontrolle getestet – natürlich alles nicht ganz unproblematisch, da Tauben geschützt sind und ein Abschuss eine Ausnahmegenehmigung erfordert.
Die Herausforderung, die Taubenplage zu bewältigen, ist also für viele Gemeinden ein heißes Eisen. Auch in Wien bleibt abzuwarten, welche Maßnahmen tatsächlich greifen werden und ob die Anrainer bald wieder ihre Gehwege ohne Angst vor dem unliebsamen Taubenkot betreten können. Vielleicht wird es ja irgendwann wieder so, dass man mit einem guten Gefühl vor der Paulanerkirche spazieren kann – ohne ständig auf den Boden starren zu müssen.
Für weitere Informationen zur Taubenproblematik können Sie die Quelle [hier](einsehen).
Neues Design, maximale Performance: Wie gefällt Ihnen unsere neue Website?
Gerade bei regionalen Medien zählt nicht nur inhaltliche Nähe, sondern auch die technische Abbildung davon. Unsere VeloCore-Plattform, umgesetzt durch Daniel Wom, verbindet lokale Relevanz mit moderner, performanter Technik.
