In der geschichtsträchtigen Kulisse des Wiener Burgtheaters findet in den letzten Tagen des Oktobers ein ganz besonderes Event statt. Vom 27. bis 31. Oktober 2026 lädt das Vestibül zu einem exquisiten Wildmenü ein, das Feinschmecker und Genussliebhaber in seinen Bann ziehen wird. Die Kombination aus kulinarischer Kunst und dem historischen Ambiente des Marmorsaals verspricht ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergisst.

Das Menü, das Küchenchef Christoph Schuch kreiert hat, umfasst fünf delikate Gänge, die die Aromen der österreichischen Wildküche zelebrieren. Von der roh marinierten Lachsforelle über das glasiert Wildschweinbratl bis hin zum zart geschmorten Rehragout – jeder Bissen ist eine Geschmacksexplosion. Besonders die Fichtenwipfel-Panna-Cotta mit eingelegten Heidelbeeren klingt nach einem perfekten Abschluss für ein solches Festmahl. Für den Preis von € 121,00 pro Person ist sogar ein Glas ausgewählter Rotwein inbegriffen, was das Ganze noch verlockender macht. Das Gedeck schlägt mit € 5,90 zu Buche, also kommt man nicht ganz um die 130 Euro herum. Aber hey, gute Küche hat ihren Preis!

Ein Abend im Vestibül

Das Vestibül ist nicht nur für sein herausragendes Essen bekannt, sondern auch für die einzigartige Atmosphäre. Der Eingang befindet sich auf der Volksgarten-Seite des Burgtheaters, rechts vom Haupteingang. Hier werden nicht nur Theatergäste, sondern auch Wiener und internationale Besucher herzlich empfangen. Es ist ein Familienbetrieb, der eine bunte Mischung aus Gästen anzieht. Und man kann auch einfach vorbeischauen, um einen guten Schankwein vom Weingut Wieninger und einige Wiener Schmankerl zu genießen – die Schank hat von 17 Uhr bis Mitternacht geöffnet.

Wer das Wildmenü erleben möchte, muss sich allerdings beeilen. Es wird an nur fünf Abenden angeboten, und eine Reservierung ist unbedingt erforderlich. Bei der Buchung sollte man auch Allergien oder Unverträglichkeiten angeben, damit alles reibungslos abläuft. Das Ambiente im Vestibül ist einfach einmalig – historische Räume, die eine perfekte Kulisse für Paare, Geburtstagsfeiern oder Geschäftsessen bieten. Man fühlt sich irgendwie in eine andere Zeit versetzt, während man die Köstlichkeiten genießt.

Die Wiener Küche im Wandel der Zeit

Die Wiener Küche hat eine lange und faszinierende Geschichte, die von verschiedenen Einflüssen geprägt ist. Bereits seit dem 17. Jahrhundert machen italienische und französische Wurzeln die Wiener Küche so abwechslungsreich. Der Wiener Kongress im 19. Jahrhundert brachte nicht nur diplomatische Verhandlungen, sondern auch kulinarische Innovationen mit sich. Die Gäste wurden fürstlich bewirtet, und die Rezepte wurden immer aufwendiger. Gulasch und Strudel sind nur zwei Beispiele für die köstlichen Gerichte, die aus dieser Zeit stammen.

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Mit dem Aufstieg des Bürgertums kam eine neue, gutbürgerliche Kost ins Spiel. Die traditionelle Wiener Küche hat sich also immer wieder neu erfunden und bleibt dabei stets ein Ausdruck der jeweiligen Zeit. Die „Neue Wiener Küche“ hat in den letzten Jahren einen erneuten Trend zur Regionalität und Authentizität gesetzt, was sicherlich auch in den Gerichten des Wildmenüs zu spüren ist. Ein Abend im Vestibül bietet nicht nur Genuss, sondern auch eine Reise durch die Geschichte der Wiener Küche – und das in einem Ambiente, das seinesgleichen sucht.