Heute ist der 19. Oktober 2026 und wir blicken zurück auf ein spannendes Ereignis in Wiener Neustadt, das Kunst- und Handwerksliebhaber anlockte: die Tage der offenen Ateliers. Am 18. Oktober öffnete die Künstlerin Verena Hieber die Türen ihres Ateliers und bot einen Einblick in ihre kreative Welt. Hier, in der 2700 Wiener Neustadt, hat sie ihren Platz gefunden, um ihre Leidenschaft für Malerei und Filzkunst mit anderen zu teilen.

Verena Hieber ist nicht einfach nur eine Künstlerin – sie ist eine akademisch ausgebildete Malerin, die ihren Fokus auf Licht, Farbe und Finsternis legt. Ihr Atelier war voll von lebendigen Wandbildern und beeindruckenden Farbkompositionen. „Kunst ist für mich mehr als nur Dekoration“, erklärte sie und betonte die heilende Wirkung, die Bilder auf die Seele haben können. Bei ihr findet man nicht nur Kunstwerke, sondern auch die Möglichkeit, in die kreative Prozesswelt einzutauchen.

Ein Blick hinter die Kulissen der Filzkunst

Ein besonderes Highlight war die Demonstration des Spinnvorgangs am Spinnrad, bei der Verena Hieber den neugierigen Besuchern zeigte, wie aus Wolle Faden wird. Ihr Ehemann, Gerhard Hieber, sorgte mit humorvollen Kommentaren für eine lockere Atmosphäre. Die Filzarbeiten, die sie präsentiert, sind das Ergebnis von viel Geduld und Hingabe – jedes Kunstwerk benötigt etwa eine Woche Handarbeit. Dabei war das Thema „Vom Schaf zur Wolle“ früher Teil ihrer pädagogischen Arbeit und ist nun ein fester Bestandteil ihrer kreativen Identität.

Das Atelier bot eine breite Palette an Angeboten: Malerei, Handarbeiten, Modeschmuck und Dekostücke zogen die Besucher in ihren Bann. Die Möglichkeit, selbst Filzmode auszuprobieren oder handgefertigten Modeschmuck zu erwerben, machte den Besuch zu einem besonderen Erlebnis. Für Kunstbegeisterte, wie Hans Wohlmuth aus Weikersdorf, war dies eine willkommene Gelegenheit, sich inspirieren zu lassen und die Kunst hautnah zu erleben.

Kunst und Gesellschaft

Während die Tage der offenen Ateliers stattfanden, gab es auch andere Themen, die in der Luft lagen. Die politische Diskussion über den Rechtsruck in Österreich war omnipräsent und regte zum Nachdenken an. Kunst, so Verena Hieber, hat auch die Kraft, solche gesellschaftlichen Themen aufzugreifen. In Zeiten der Schnelllebigkeit ist es wichtiger denn je, sich mit kreativen Ausdrucksformen auseinanderzusetzen.

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