Was für ein Finish in der 2. Klasse Waldviertel Süd: Die SG Sallingberg/Ottenschlag hat am Sonntag, 25. Oktober 2026, gegen den SV Lichtenau einen 1:3-Rückstand noch in ein 3:3 verwandelt. Der Ausgleich fiel erst in der fünften Minute der Nachspielzeit.

Dabei erwischten die Gastgeber den besseren Beginn. Marek Sedlacek brachte Sallingberg/Ottenschlag in der 14. Minute mit 1:0 in Führung. Lichtenau ließ sich davon nicht aus dem Konzept bringen und kam durch Alexander Schnait in der 31. Minute zum Ausgleich. Mit 1:1 ging es in die Pause.

Zwanzig Minuten, die das Spiel kippen ließen

Trainer Patrick Öhlzelt sah zunächst einen guten Auftritt seiner Mannschaft: In den Zweikämpfen sei Sallingberg/Ottenschlag präsent gewesen. Kurz vor dem Seitenwechsel habe es außerdem eine mögliche Elfmetersituation für sein Team gegeben. Die Entscheidung sei für den Schiedsrichter allerdings schwer zu erkennen gewesen.

Nach der Pause riss der Faden. Rund 20 Minuten lang fehlten laut Öhlzelt Zweikampfstärke und Aggressivität. Florian Trapel nutzte diese Phase und drehte die Partie in der 55. Minute zum 2:1 für Lichtenau. Manuel Rauscher erhöhte in der 67. Minute sogar auf 3:1.

Eine Grätsche von Gerald Klamert vor dem Strafraum verhinderte möglicherweise einen weiteren Gegentreffer. Lichtenau hatte die Partie zu diesem Zeitpunkt fest im Griff – zumindest sah es danach aus.

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Späte Aufholjagd mit Happy End

Dann begann die Aufholjagd. Jakub Sedivy verkürzte in der 87. Minute auf 2:3, und Sallingberg/Ottenschlag warf noch einmal alles nach vorne. In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte Jan Husek schließlich den Ausgleich zum 3:3. Auf der einen Seite der Ärger über die verspielte Führung, auf der anderen das Gefühl, den Punkt gerade noch aus dem Feuer gezogen zu haben.

Öhlzelt führte den späten Punktgewinn auf Einsatz, Laufbereitschaft, Zweikampfstärke und den Glauben an die eigene Chance zurück. Verbesserungsbedarf sah der Trainer bei der Chancenauswertung und im Umgang mit der Schwächephase nach der Pause. Den Schiedsrichter bewertete er – abgesehen von der möglichen Elfmeterentscheidung – als sehr gut.

Hintergrund zum Bewerb

Der Bewerb der 2. Klasse Waldviertel Süd ist auch über die Website des Niederösterreichischen Fußballverbands abrufbar. Dort wird die Seite durch Anubis geschützt, um aggressives Scraping durch KI-Unternehmen zu erschweren. Das System verwendet ein Proof-of-Work-Verfahren nach dem Vorbild von Hashcash: Für einzelne Nutzer soll die zusätzliche Rechenlast gering bleiben, bei massenhaftem Scraping sollen die Kosten aber deutlich steigen.

Anubis wird als Übergangslösung beschrieben, bis Systeme zur Erkennung von Headless-Browsern verbessert sind. Nutzer, bei denen ein legitimer Zugriff wahrscheinlicher ist, sollen künftig möglichst keine Proof-of-Work-Prüfung erhalten. Voraussetzung für Anubis sind moderne JavaScript-Funktionen; Plugins wie JShelter können diese deaktivieren und sollen für die Domain ausgeschaltet werden.