Wenn das Stadion vibriert: Fortuna Wr. Neustadt erobert die Tabellenführung in Wiener Neustadt
Heute ist der 3.10.2026, und in Wiener Neustadt war die Stimmung im Stadion der Admira Wacker Amateure spürbar elektrisierend. Rund 200 Fans, darunter viele Anhänger des SC Fortuna Wr. Neustadt, hatten sich versammelt, um das Duell zwischen den Admira Wacker Amateuren und den Gästen aus Wr. Neustadt zu verfolgen. Die Admira hatte in den letzten Spielen ordentlich Aufwind verspürt, zwei Siege in Folge konnten gefeiert werden, was sie dem Mittelfeld der Tabelle näher brachte. Fortuna hingegen kam mit dem klaren Ziel, die Tabellenführung zu verteidigen. In der Vorwoche hatten sie gegen Korneuburg nur ein Remis erzielt, und das trotz Überzahl – das wollten sie heute besser machen.
Die erste Halbzeit verlief ohne Tore, wobei Hayford Acheampong von Fortuna besonders aktiv war. Er war überall auf dem Platz zu finden und nutzte jede Gelegenheit, um den Ball in Richtung gegnerisches Tor zu befördern. Doch die Abwehr der Admira hielt stand, und so ging es mit einem 0:0 in die Pause. Viele Zuschauer dachten, dass die zweite Hälfte entscheidend werden würde, und sie sollten recht behalten.
Fortuna nutzt Überzahl
Die zweite Halbzeit hatte gerade begonnen, als das Spiel eine Wendung nahm. In der 56. Minute sah David Wegleitner von Admira Wacker Amateure die Gelb-Rote Karte. Ein herber Rückschlag für die Gastgeber, der Fortuna einen klaren numerischen Vorteil verschaffte. Und das ließen sich die Gäste nicht zweimal sagen! Anouar Ahmed El Moukhantir nutzte die Gelegenheit und erzielte das erste Tor für Fortuna. Ein Moment der Erleichterung für die mitgereisten Fans, die nun richtig Stimmung machten.
Doch es sollte noch besser werden: Christopher Tvrdy erhöhte kurz darauf mit einem Kontertor und stellte den Spielstand auf 2:0. Damit war das Spiel entschieden. Fortuna Wr. Neustadt gewann und bleibt damit auch nach diesem Spieltag Tabellenführer. Trainer Robert Weinstabl zeigte sich nach dem Spiel erfreut über den Sieg, betonte aber gleichzeitig, dass im Offensivspiel noch Luft nach oben sei.
Ein Blick auf die Geschichte der Admira
Die Geschichte von Admira Wacker ist eine bunte. Der Verein entstand 1971 aus der Fusion des SC Wacker Wien und des FC Admira Maria Enzersdorf. Die Vereinsfarben Schwarz-Weiß blieben, die Landesfarben Blau-Gelb wurden hinzugefügt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten stellte sich der Verein schnell auf und konnte bald Erfolge feiern. 1973 erreichte Admira/Wacker den vierten Platz in der Meisterschaft und qualifizierte sich für den UEFA-Cup. In den 1980er Jahren war der Klub regelmäßig in der oberen Tabellenhälfte und konnte 1989 sogar Vizemeister werden.
Die letzten Jahre waren jedoch von Höhen und Tiefen geprägt. Nach dem Abstieg 2006 kämpfte man in der Ersten Liga um den Klassenerhalt. Die Umbenennung in FC Trenkwalder Admira folgte, und es gab zahlreiche Trainerwechsel. Die Rückkehr in die Bundesliga gelang 2011/12, und der Verein konnte sich bis heute in der Liga behaupten, auch wenn die Herausforderungen groß sind.
