Engel für Menschen: Ein Kühlschrank voller Hoffnung im Lavanttal
In den letzten Jahren hat sich in der Region Lavanttal ein bemerkenswertes Projekt entwickelt, das vielen Menschen in Not hilft. Das Sozialprojekt „Engel für Menschen“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, kostenlose Lebensmittel für jene bereitzustellen, die es finanziell schwer haben. Ins Leben gerufen wurde dieses vorbildliche Vorhaben im Jahr 2014 von Markus Parz, einem Unternehmer, der leider verstorben ist. Doch sein Erbe lebt weiter – in St. Stefan und Wolfsberg stehen mittlerweile Kühlschränke, die mit Lebensmitteln gefüllt sind und denen, die es brauchen, eine helfende Hand reichen.
Die Kühlschränke stehen an zwei Standorten: beim Kindergarten in St. Stefan und an der Markuskirche in Wolfsberg. Hier können Bedürftige ganz unbürokratisch zugreifen. Was genau gibt’s da? Milchprodukte, frisches Brot, Gebäck und viele weitere Leckereien, die von ehrenamtlichen Helfern bereitgestellt werden. Aktuell sind es stolze 14 Freiwillige, die sich um die Auffüllung der Kühlschränke kümmern und so einen unschätzbaren Dienst an der Gemeinschaft leisten.
Helfen kann jeder
Die Unterstützung dieser Aktion kommt von verschiedenen Seiten. Unter anderem haben die Bäckerei und Konditorei Orex, SPAR, Hofer, ADEG Eitweg, ADEG Hoher Platz/Wolfsberg, die Bäckerei Kraschowitz, OMV und der Abholmarkt Kastner ihre Türen geöffnet und spenden regelmäßig Lebensmittel. Ein echter Gemeinschaftsgeist, der hier zu spüren ist! Pfarrer Eugen Länger, der das Projekt tatkräftig unterstützt, ist auf der Suche nach weiteren ehrenamtlichen Helfern. Wer Lust hat, sich einzubringen, sollte wissen: Ein Führerschein und ein Auto sind notwendig, und etwa 1,5 Stunden Zeit pro Woche sollten für die Abholung der Lebensmittel eingeplant werden. Interessierte können sich direkt bei Eugen Länger melden: eugen.laenger@kath-pfarre-kaernten.at oder telefonisch unter 0676/8772 8759.
Das Ehrenamt wird nicht nur hier in Lavanttal großgeschrieben. Ein Fachgespräch in Berlin am 17. Januar 2024 wird sich mit der Unterstützung für ehrenamtliche Arbeit in der sozialen Hilfe befassen. Dort werden Experten, darunter Sirkka Jendis von der Tafel Deutschland, über die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ehrenamtliche diskutieren. In Deutschland engagieren sich rund 60.000 Menschen in den Tafeln und retten jährlich eine riesige Menge an Lebensmitteln. Ein Zeichen, dass die Notwendigkeit solcher Initiativen nicht nur lokal, sondern auch global von Bedeutung ist.
In einer Zeit, in der viele Menschen mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen, sind solche sozialen Projekte Gold wert. Sie zeigen, wie wichtig es ist, dass wir als Gemeinschaft zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen. Das Motto könnte nicht klarer sein: Jeder kann helfen, und manchmal ist es nur ein kleiner Schritt, der Großes bewirken kann!
