In Wolfern, einem malerischen Ort nahe Steyr, findet man die faszinierende Welt von Stephanie Mayr. Ihre Leidenschaft für historische Raritäten und Mode hat sie dazu inspiriert, einen Kostümverleih zu betreiben, der weit über die Grenzen von Wolfern hinaus bekannt ist. Schon in ihrer Kindheit war die Liebe zur Mode vergangener Jahrzehnte in ihr geweckt worden. Es ist fast so, als wäre sie in eine Zeitmaschine gestiegen und hätte die Mode um 1900 mit eigenen Augen gesehen. Ihre Mutter, Anna, die selbst eine begeisterte Sammlerin war, eröffnete ein Hutmuseum im Vierkanthof in Oberwolfern. Dort stellte sie ihre beeindruckende Sammlung von Hüten aus, die der Grundstein für die umfangreiche Kollektion von Stephanie wurde.

Vor Kurzem war Hanni Rinnerberger aus Bad Hall so begeistert von Mayrs Sammlung, dass sie ein Fotoshooting mit den Enkelinnen Sara und Marlene organisierte. Diese trugen Kleider aus der Kaiserzeit, komplett mit Unterröcken, einem Sonnenschirm, einem Schaltuch und eleganten Hüten. Die Bilder sind nicht nur schön, sie erzählen auch Geschichten aus einer Zeit, in der Mode noch mehr war als nur Kleidung – es war eine Ausdrucksform. Diese leidenschaftliche Hingabe an die Mode und die Historie möchte Stephanie Mayr nun in einem neuen Konzept im Verein „Handwerk & Fadenlauf“ weitergeben.

Ein Blick in die Vergangenheit

In diesem Verein wird die Entstehung von Kleidung in der Vergangenheit beleuchtet. Mayr hat sich intensiv mit Techniken wie Spinnen und Weben beschäftigt und kann bereits erste Ergebnisse präsentieren. Ihre umfangreichen Kenntnisse im Umgang mit Nadel und Zwirn sind beeindruckend, und sie hat das Ziel, andere Menschen dazu zu animieren, sich auf eine Kleider-Reise in die vergangenen Jahrzehnte zu begeben. Es ist eine Reise, die nicht nur den Kleiderschrank, sondern auch den Geist bereichert.

Ein Besuch im Deutschen Hutmuseum könnte für alle Interessierten eine spannende Ergänzung zu Mayrs Welt sein. Dieses einzigartige Museum, das sich in der ehemaligen Hutfabrik Ottmar Reich befindet, bietet auf fast 1000 Quadratmetern eine Ausstellung, die über 300 Jahre Hutmode abdeckt. Hier kann man nicht nur die Entwicklung von Kopfbedeckungen verfolgen, sondern auch mit verschiedenen Hüten experimentieren. Mitmachstationen laden dazu ein, das Handwerk der Hutmacher hautnah zu erleben und mehr über die berühmten Hutträger zu erfahren. Lindenberg, einst als das „Klein-Paris“ der Hutmode bekannt, hat über vier Millionen Strohhüte um 1900 produziert – das macht die Geschichte dieser Mode noch faszinierender!

Mode als Zeitzeuge

Die Bedeutung von Mode und Kleidung geht jedoch weit über das Ästhetische hinaus. Das Historische Museum Frankfurt sammelt Kostüme, Trachten und Modeaccessoires als Ausdruck des Zeitgeistes. Diese Sammlung dokumentiert nicht nur stil- und typengeschichtliche Entwicklungen, sondern gibt auch Einblicke in das Alltagsleben und die sozialen Strukturen einer vergangenen Zeit. Die Ausstellung „Kleider in Bewegung. Frauenmode seit 1850“ zeigt, wie Kleidung auch moralische Werte und Körperformung beeinflusste. Mit über 16.000 Objekten, darunter auch eine beeindruckende Sammlung von Kopfbedeckungen, wird deutlich, dass Mode ein wichtiger Teil unserer Geschichte ist – und das in jeder Epoche.

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Stephanie Mayr und ihre Leidenschaft für historische Mode sind ein wunderbarer Erinnerung daran, wie wichtig es ist, die Geschichte in unseren Alltag zu integrieren. Ihre Arbeit schafft nicht nur einen Raum für Nostalgie, sondern auch für Lern- und Erlebnisräume, die uns in die Vergangenheit entführen. Ob durch ihre Kollektion, den Kostümverleih oder die Aktivitäten im Verein „Handwerk & Fadenlauf“ – sie zeigt, dass Mode viel mehr ist als nur Kleidung. Sie ist ein Teil unserer Identität und unserer Geschichten.