In der Region Amstetten/Ybbstal wird der Zusammenhalt zwischen den Gemeinden großgeschrieben. Das zeigt nicht nur die herzliche Nachbarschaft, sondern auch eine österreichweite Umfrage, die enthüllt, dass beeindruckende 94 Prozent der Befragten für eine engere Zusammenarbeit der Gemeinden sind – und das vor allem aus Spargründen. Ein ganz klarer Beweis dafür, dass die Menschen hier bereit sind, gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Hannes Pressl, Präsident des Gemeindebundes und Bürgermeister von Ardagger, ist ein großer Unterstützer von Kooperationen. Dennoch sieht er Gemeindefusionen eher kritisch. Die Kleinregion Ybbstal, die zehn Mitgliedsgemeinden in den Bezirken Amstetten und Scheibbs sowie die Stadt Waidhofen an der Ybbs umfasst, zeigt bereits, wie viel durch Zusammenarbeit erreicht werden kann. Projekte wie der Wirtschaftspark, der Ybbstaler Radweg, der Glasfaserausbau und nicht zuletzt die Rettung des Skigebietes Forsteralm sind eindrucksvolle Beispiele für die Erfolge dieser Kooperation.

Stabile Kooperationen und aktuelle Projekte

Die Kleinregion Ybbstal-Eisenstraße, die seit 1993 aktiv ist, gilt als eine der ältesten Kleinregionen in Niederösterreich. Hier herrscht eine vertrauensvolle und stabile Kooperationskultur. Bürgermeister Johann Lueger von Opponitz schätzt die Zusammenarbeit und sieht keinen Bedarf für Gemeindefusionen. Das größte gemeinsame Projekt, der erfolgreiche Abschluss des Breitbandausbaus, zeigt, wie wichtig solche Kooperationen sind.

Aktuelle Projekte sind vielversprechend: Der Aufbau einer Standortagentur in Zusammenarbeit mit der Eisenstraße Niederösterreich und dem beta campus sowie die Digitalisierung der Gemeindeämter stehen auf der Agenda. Der interkommunale Kooperationsplan, der zwischen Juli 2017 und April 2019 erarbeitet wurde, ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Dabei waren Gemeinden wie Allhartsberg, Göstling an der Ybbs und viele andere beteiligt. Ziel war es, einen Plan für die nächsten 10 bis 15 Jahre zu entwickeln, der die örtlichen Entwicklungen und demographischen Trends berücksichtigt.

Der Nutzen von interkommunalen Kooperationen

Warum sind solche Kooperationen so wichtig? Gemeinden stehen vor großen Herausforderungen, die sich aus steigenden Anforderungen und begrenzten Ressourcen ergeben. Themen wie Kinderbetreuung, Wasserversorgung, Abfallwirtschaft und Digitalisierung sind nur einige der Punkte, die es zu bewältigen gilt. Durch die Zusammenarbeit können effizientere, nachhaltige und zukunftsorientierte Lösungen gefunden werden. Man kann Kosten senken und Ressourcen optimal nutzen. Das klingt doch nach einem Plan!

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Die Kleinregionen fördern nicht nur regionale Netzwerke, sondern auch eine effiziente Zusammenarbeit. Erfolgreiche Ansätze in der Standort- und Entwicklungsplanung, Bürgerbeteiligung und Digitalisierung sind hier an der Tagesordnung. Ein Beispiel für eine gelungene Kooperation ist der digitale Zwilling Ybbstal, der KI-gestützte Datenauswertung nutzt, um Leerstände sichtbar zu machen. Ein weiteres Projekt, die Digi-Schmiede Mostviertel Ursprung, zeigt, wie gemeinsames Lernen und moderne Technologien die Zukunft aktiv gestalten können.

Das alles geschieht nicht ohne Unterstützung. Die Dorf- und Stadterneuerung bietet Hilfe bei der Entwicklung gemeinsamer Strategien, der Förderrecherche und der Antragstellung. Dieser Rückhalt ist entscheidend, um die regionalen Projekte in die Tat umzusetzen und die Lebensqualität in den Gemeinden weiter zu erhöhen. Die Zusammenarbeit im Ybbstal ist ein lebendiges Beispiel dafür, wie man gemeinsam Großes erreichen kann, und lässt auf eine spannende Zukunft hoffen.

Wer mehr über die Kleinregion Ybbstal und ihre Projekte erfahren möchte, kann sich direkt an die Verantwortlichen wenden: Oberer Stadtplatz 28, 3340 Waidhofen an der Ybbs, Telefon +43/7442/511, oder per E-Mail an post@waidhofen.at. Weitere Informationen finden sich auch auf der Webseite www.waidhofen.at.

Für all jene, die an der Entwicklung der Region interessiert sind, gibt es auch die Möglichkeit, an Bürgerbeteiligungsprogrammen teilzunehmen und sich aktiv in die Gestaltung der Zukunft einzubringen.

Wer hätte gedacht, dass in dieser kleinen Region so viel Potenzial steckt? Der Zusammenhalt im Ybbstal ist nicht nur eine leere Floskel, sondern ein lebendiges Netzwerk, das kreative Lösungen und innovative Ansätze hervorbringt. Und das ist, ehrlich gesagt, einfach nur beeindruckend.

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