Heute ist der 28.09.2026 und im Bezirk Zwettl wird fleißig auf den kommenden Zivilschutztag am 3. Oktober hingearbeitet. Ein wichtiger Termin, denn hier wird die Katastrophenschutzplanung auf Herz und Nieren geprüft. Das Ziel ist klar: Vorbereitet sein auf Notfälle wie Stromausfälle, Hochwasser oder Unwetter – Dinge, die wir alle nur zu gut kennen. Der Bezirk Zwettl hat sich dabei etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Er ist der erste in Österreich, der einen Sonderkatastrophenschutzplan für großflächige Strom- und Infrastrukturausfälle erarbeitet hat. Koordiniert wird dieses Projekt von der Bezirkshauptmannschaft unter der Leitung von Bezirkshauptmann Markus Peham. Hier arbeiten Gemeinden, Behörden, Einsatzorganisationen und Betreiber kritischer Infrastrukturen Hand in Hand, um für die Bevölkerung bestmöglich gerüstet zu sein.

Bürgermeister Franz Mold hat in diesem Zusammenhang die Bedeutung einer vorausschauenden Planung hervorgehoben. Die Erfahrungen aus den Hochwasserereignissen in den Jahren 2002, 2024 und sogar dem Raureif 2014 haben gezeigt, wie wichtig es ist, gut vorbereitet zu sein. Bezirksfeuerwehrkommandant Ewald Edelmaier ergänzt, dass die gemeinsame Vorbereitung und das Einüben bekannter Abläufe im Ernstfall entscheidend sind. Denn wenn der Ernstfall eintritt, zählt jede Sekunde!

Die Gefahren eines Blackouts

Doch nicht nur in Österreich wird das Thema Katastrophenschutz großgeschrieben. Ralf Fischer, Direktor eines Amtsgerichts in Nordrhein-Westfalen und Stadtbrandinspektor der Freiwilligen Feuerwehr, hat eindringlich vor den Folgen eines flächendeckenden Stromausfalls gewarnt. Er betont, dass Deutschland unzureichend auf einen vollständigen Blackout vorbereitet ist. Ein solcher Ausfall könnte die gesamte Infrastruktur – von der Wasserversorgung über die Telekommunikation bis hin zu Verkehr und Heizung – massiv beeinträchtigen. Nach nur 24 Stunden könnten selbst notstromversorgte Krankenhäuser an ihre Grenzen stoßen. Das ist beängstigend, wenn man bedenkt, dass dann bereits die ersten Todesfälle auftreten könnten.

Fischer, der auch ein Buch über Rechtsfragen im Katastrophenschutz verfasst hat, spricht sich für Notfallpläne aus, die besonders für kritische Infrastrukturen wie die Justiz wichtig sind. Diese sollten umfassende Arbeitspläne und technische Vorbereitungen beinhalten, etwa die Bereitstellung von Powerbanks, um im Notfall handlungsfähig zu bleiben. Auch in Deutschland gibt es Initiativen, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen, wie die Arbeitsgruppe der Präsidentin des Oberlandesgerichts Hamm, die eine Handlungsanleitung bei Stromausfällen erstellt hat.

Vorbereitung ist alles

In der Tat, die Verantwortung für den Katastrophenschutz liegt in Österreich und Deutschland bei den jeweiligen Bundesländern und wird auf kommunaler Ebene umgesetzt. So gibt es in Bayern Pläne für Notstromgeräte, während Schleswig-Holstein Notstromaggregate für Tankstellen und Krankenhäuser bereitstellt. Auch in Hessen wurde kräftig investiert – über 100 Millionen Euro seit 2008 in Katastrophenschutzmaßnahmen, um die Bevölkerung zu schützen. Jeder Schritt zählt, wenn es um die Sicherheit der Bürger geht.

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Doch nicht alle Bundesländer sind gleich gut aufgestellt. Einige geben aus Sicherheitsgründen keine Auskünfte oder verweisen auf lokale Behörden. Das zeigt, dass die Vorbereitungen unterschiedlich ausfallen und es noch viel zu tun gibt. Die ehrenamtlichen Kräfte sind besonders in Kleinstädten unverzichtbar. Ohne sie würde der Katastrophenschutz in vielen Regionen ins Wanken geraten. Hauptamtliche Kräfte können in Großstädten kurzfristig unterstützen, doch die flächendeckende Versorgung bleibt oft auf den Schultern der Ehrenamtlichen liegen.

Wenn man all diese Informationen zusammenführt, wird deutlich: Es braucht einen ständigen Austausch und die Bereitschaft, die Katastrophenschutzmaßnahmen regelmäßig zu überprüfen und anzupassen. Denn nur so kann man sicherstellen, dass wir auch in Zukunft gut gerüstet sind, egal was kommt.