Die Situation in der Ukraine bleibt angespannt und dynamisch, wie aktuelle Berichte zeigen. Ukrainische Streitkräfte führen laut Armeechef Oleksandr Syrskyj mehr Angriffsoperationen durch als die russischen Truppen. Dies ist eine bedeutende Wendung im Konflikt, die auf die erheblichen Verluste auf der russischen Seite zurückzuführen ist. Am Montag meldete die ukrainische Armee 236 Gefechte, darunter 115 russische Angriffe und 121 mögliche ukrainische Angriffe. Zum Vergleich gab es bereits am Sonntag 234 Gefechte mit 114 russischen und 120 ukrainischen Attacken. Diese Zahlen sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, da die Angaben des ukrainischen Generalstabs nicht unabhängig überprüft werden können. Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte in einer Videoansprache, dass die Ukraine derzeit aktiver agiert als Russland. (n-tv.de)
Die russischen Streitkräfte hingegen führen weiterhin 35 bis 40 Angriffe pro Tag in strategisch wichtigen Gebieten durch. Eine Analyse des US-amerikanischen Institute for the Study of War (ISW) zeigt, dass Russland im März 2026 praktisch keine Geländegewinne erzielen konnte, lediglich 23 Quadratkilometer ukrainisches Territorium wurden eingenommen. Trotz der schwierigen Lage in umkämpften Gebieten wie Pokrowsk sehen Experten die Ukraine jedoch in einer besseren Position als noch vor einigen Monaten, was Mut macht.
Ukrainische Rückeroberungen und russische Taktiken
Die ukrainische Armee hat in der letzten Woche bedeutende Fortschritte erzielt und zwischen Mittwoch und Sonntag 201 Quadratkilometer Staatsgebiet von den Russen zurückerobert. Dies stellt die größte Rückeroberung in kurzer Zeit seit der Gegenoffensive im Juni 2023 dar. Zum Vergleich: Die Fläche, die die Ukraine zurückerobern konnte, entspricht fast den gesamten russischen Eroberungen des Monats Dezember 2025. Die Rückeroberungen konzentrieren sich vor allem auf eine Zone etwa 80 Kilometer östlich von Saporischschja, wo russische Truppen seit Sommer 2025 stark vorgerückt waren. Das ist einfach beeindruckend!
Interessant ist auch, dass US-amerikanische Beobachter vermuten, dass die ukrainischen Gegenangriffe die Blockierung des Zugangs der russischen Streitkräfte zum Satellitensystem Starlink ausnutzen. Am 5. Februar berichteten russische Militärblogger von einer Unterbrechung des Zugangs zu Starlink, nachdem Elon Musk Maßnahmen angekündigt hatte, um die Nutzung durch den Kreml zu beenden. Laut Kiew konnten russische Drohnen mit Starlink elektronische Störsysteme umgehen, was eine präzise Zieltreffung ermöglichte. In den letzten Wochen war nur am 9. Februar ein russischer Geländegewinn zu verzeichnen; an den anderen Tagen machte Kiew Boden gut.
Aktuelle Frontverläufe und Herausforderungen
Die Frontverläufe sind weiterhin unübersichtlich, und die Angaben beider Parteien sind schwer zu verifizieren. Die Informationen stammen aus Daten des ISW, das auch eine Karte zur Veranschaulichung bereitstellt. Rote Einfärbungen zeigen Gebiete, die russisch kontrolliert werden, während blaue Bereiche die vom ukrainischen Militär zurückeroberten Gebiete kennzeichnen. Dunklere Einfärbungen verdeutlichen Veränderungen zum Vortag, und die Karte markiert Zonen mit besonders schweren Kämpfen in den letzten 24 Stunden. Diese visuelle Darstellung hilft, die aktuelle Lage besser zu verstehen, auch wenn man stets im Hinterkopf behalten sollte, dass die Informationen oft mit Vorsicht zu genießen sind. (zeit.de)
Die Entwicklungen zeigen, dass der Krieg nun auch in Russland selbst angekommen ist, wie Militärexperte Oberst Reisner anmerkt. Ob diese Veränderungen der Kriegstaktiken nachhaltig sind, bleibt abzuwarten. Die Ukraine hat in den letzten Monaten viel bewegt und die Situation bleibt spannend. Was als Nächstes kommt, bleibt ein Rätsel, aber die Hoffnung auf Frieden ist in diesen Zeiten mehr denn je präsent. (welt.de)
