Heute ist der 17.06.2026 und während die Sommerhitze unaufhaltsam ansteigt, träumen viele von ihren nächsten Reisen durch Europa. Ein Blick über die Grenzen nach Deutschland offenbart, dass nicht alle Träume in Erfüllung gehen – zumindest nicht, wenn man sich mit dem Gepäck überlädt. Ein Autor, der mit seiner Frau drei Wochen durch Europa reiste, kann ein Lied davon singen. Sie hatten es gut gemeint, aber die Realität sah dann doch anders aus. Statt das Abenteuer in vollen Zügen zu genießen, kämpften sie mit großen Koffern und überladenem Handgepäck, was das Reisen zur schweißtreibenden Herausforderung machte. Das erste Ziel war Amsterdam, das zur Zeit des Festivals SAIL Amsterdam 2025 von etwa zwei Millionen Menschen besucht wurde.

Der Autor hatte unnötige Dinge wie zwei Sportsakkos, vier Paar Schuhe und sogar einen Dampfglätter dabei – den er letztlich nie benutzte. Das Handgepäck war ebenso schwer beladen: zwei Laptops, ein iPad Pro, eine Menge Ladegeräte und ein „Mini-Studio“ für Aufnahmen. Insgesamt brachte das Gepäck ein Gewicht von 22,6 Kilogramm auf die Waage – nur knapp unter der erlaubten Grenze von 23 Kilo. Durch die engen Gassen und über die gepflasterten Straßen von Amsterdam, Brüssel, Brügge, Gent, Avignon, Porto, Toledo, Sevilla, Madrid und Segovia fühlten sie sich oft wie überladene amerikanische Touristen. Während andere Reisende mit leichten Rucksäcken entspannt unterwegs waren, fragten sie sich, ob sie wirklich alles dabei hatten, was sie benötigten. Besonders in Porto kam das Gefühl der Überforderung auf.

Leichtes Packen als Kunst

Der berühmte Reiseexperte Rick Steves hat einen ganz anderen Ansatz. Er empfiehlt, beim Reisen leicht zu packen. Nur mit Handgepäck und einem persönlichen Gegenstand reist er selbst. Teilnehmer seiner Gruppenreisen müssen sich an diese Regel halten. Schließlich verlangsamt zu viel Gepäck nicht nur das Vorankommen, sondern belastet auch die Arme und Schultern. Steves rät sogar, das Gepäck vor der Reise eine Zeit lang zu tragen, um die Tragbarkeit zu testen. Eine kleine Runde durch die Nachbarschaft oder ein Tag als Tourist in der eigenen Stadt könnten hier wahre Wunder wirken.

Die Idee, alles, was man für notwendig hält, auf die Hälfte zu reduzieren, scheint auf den ersten Blick radikal. Aber wie oft hat man Dinge mitgenommen, die man doch nicht braucht? Ein Regenschirm, der vielleicht nur einmal genutzt wird, könnte vor Ort gekauft werden. Steves hat zudem ein praktisches Pack-System entwickelt: 5 Oberteile, 4 Unterteile, 3 Paar Schuhe, 2 Schichtelemente und 1 Set an Accessoires. Es geht darum, sich auf das Wesentliche zu beschränken. Während man also über das Gepäck nachdenkt, könnte das Resultat mehr Freiheit und weniger Stress bei der Reiseplanung sein.

Praktische Tipps für die Reisevorbereitung

Die Planung einer Reise kann schnell überwältigend werden. Eine gute Packliste, die auf Reiseziel, Wetter und Aktivitäten abgestimmt ist, kann hier große Hilfe leisten. Laut einer Studie von Swoodoo und YouGov aus 2017 sind es oft die kleinen Dinge, die vergessen werden – Sonnenbrillen, Sonnencreme und Ladegeräte sind nur einige Beispiele. Experten empfehlen, etwa zwei Wochen vor dem Abflug eine Liste zu erstellen und das Packen 2-3 Tage vorher anzugehen.

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Die Überprüfung der Wettervorhersagen und das Erstellen einer detaillierten Checkliste helfen dabei, den Überblick zu behalten und Stress zu vermeiden. Von der Auswahl des Reiseziels über die Festlegung des Budgets bis hin zur Recherche über Unterkünfte und lokale Bräuche – all diese Schritte sind wichtig, um das Reiseerlebnis zu bereichern. Wer sich mit den Sehenswürdigkeiten und Transportmöglichkeiten vertraut macht, kann seine Zeit optimal planen und spontane Unternehmungen einplanen.

Es bleibt also festzuhalten, dass die richtige Vorbereitung und ein durchdachtes Packen die Grundlage für eine gelungene Reise sind. Denn am Ende zählt nicht nur das Ziel, sondern auch, wie man dorthin kommt – und das kann mit einem leichten Gepäckstück schon viel angenehmer sein.

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