Warum Xi Jinping eine bessere Zukunft mit Nordkorea anstrebt
Der chinesische Staatsführer Xi Jinping hat Nordkorea zum ersten Mal seit sieben Jahren besucht, um die Beziehungen zu seinem Kollegen Kim Jong Un zu stärken. Diese zweitägige Staatsvisite bietet Xi die Gelegenheit, seine Vision für Chinas künftige Ausrichtung gegenüber dem mitAtomwaffen ausgestatteten Nachbarn in einer Zeit globaler Umwälzungen darzulegen.
Ein diplomatischer Auftritt
Der Besuch des chinesischen Führers in Pjöngjang fällt in eine Zeit, in der Chinas Einfluss auf der internationalen Bühne steigt. In diesem Jahr haben zahlreiche Staatsoberhäupter Xi in Peking getroffen, darunter auch die Präsidenten der USA und Russlands während eines bemerkenswerten wochenlangen Aufenthalts.
Xi betonte in seinen Gesprächen mit Kim, dass beide Seiten „eine hellere Perspektive für die sozialistische Sache der beiden Länder sowie für den regionalen Frieden und die Entwicklung“ schaffen sollten.
Ein Machtgleichgewicht
Der Besuch von Xi ist der erste, den er in diesem Jahr außerhalb Chinas unternimmt. Kim bezeichnete dies als die höchste Demonstration der Bedeutung, die China der Freundschaft mit Nordkorea beimisst.
China war schon lange der wichtigste wirtschaftliche Partner Nordkoreas. Dieses Verhältnis, beschrieben als „im Blut geschmiedet“ aus dem gemeinsamen Kampf im Koreakrieg, steht unter Druck, da sich Nordkorea zunehmend Russland zuwendet.
Kim und der russische Präsident Wladimir Putin schlossen 2024 einen Verteidigungspakt, während Nordkorea dem russischen Krieg gegen die Ukraine Tausende von Soldaten und Munition zur Verfügung stellte. Dies hat den Westen alarmiert, der sich über eine wachsende Allianz zwischen Pjöngjang, Moskau und Peking sorgt.
Zu den bemerkenswerten Aspekten von Xis Besuch gehört, dass er eine neue Ära der militärischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen China und Nordkorea einläuten möchte, trotz der stetig sinkenden Zusammenarbeit in den letzten Jahren.
Durch den Besuch könnte Xi auch verdeutlichen, dass er über beträchtlichen Einfluss auf Pjöngjang verfügt – trotz seiner politischen Rivalität mit den USA und den engen Beziehungen, die Nordkorea zu Russland entwickelt hat.
Shuai Zhang hat zu diesem Bericht beigetragen.
